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Gedanken ueber Sinn und Zweck der Menschlichkeit
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Saturday, 12 May 2007
In memoriam Fadosaenger Adriano Correia de Oliveira
In seinen Liedern fuehlen und erleben wir die heisse Sehnsucht eines Portugiesen, Rat und Befehl des Vaters zu brechen, seinen Ruf nach Maessigung zu missachten, um nach der Sonne hin, der Freiheit entgegen ueber die Wolken zu fliegen....

Adriano Correia de Oliveira (1942 - 1982)
 
Portal der Freunde 
 
Adriano hat uns das Leid der portugisischen Auswanderer ins Gewissen gesungen.

Auswanderung, Trennung von Frau und Kindern, weil die Regierungen der verschuldeten Staaten die im Gastland von Auswanderern hart und gnadenlos wie weiland in Frondiensten erarbeiteten Loehne, welche die Maenner ihren Familien zum Lebensunterhalt in die Heimat ueberweisen, als Devisen dringend noetig haben, um den von ihnenzerruetteten Staatshaushalt, durch den Arbeitsschweiss und Lohn vieler Arbeiter wieder etwas auszugleichen.
 

 
Erinnerung an das Schicksal der Emigranten Portugals
 
 
Was haette man Adriano sagen sollen, damit er die Verbote der Patriarchen befolgt ?
 
Was sagt man Ikarus ?
Sogar die Goetter liebten ihn und riefen ihn jung zu sich !

Posted by Ralf at 11:43 PM BST
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Was ist der Fado ? Amalia singt die Antwort: "Tudo isto e fado" (Lied & Text & Uebersetzung)
Sie gab der Seele einer portugiesischen Frau.... Stimme, Wuerde und Gesicht:

Amália Rodrigues (1920 - 1999)
Bildquelle 

Was ist der Fado ?
Hoeren wir die Antwort:

YouTube
(auf neuem Tab oeffnen)

Text von F. Carvalho
und meine Uebersetzung
mit OBRIGADO ! an Victor Nogueira


Tudo isto é fado
All das ist Fado

Perguntaste-me outro dia
   Du fragtest mich anderentags
Se eu sabia o que era o fado
   ob ich wuesste was ein Fado waer
Disse-te que não sabia
    ich sagte Dir, ich wuesste es nicht
Tu ficaste admirado
    Du warst verwundert
Sem saber o que dizia
    Ohne zu wissen was zu sagen
Eu menti naquela hora
    Log ich in dieser Stunde
Disse-te que não sabia
    Sagte Dir, dass ich es
    nicht  wuesste
mas vou-te dizer agora
    aber ich sage Dir´s jetzt

Almas vencidas
    Seelen niedergeschlagen
Noites perdidas
    Naechte verloren
Sombras bizarras
    Schatten bizarre
Na Mouraria
    Im Armenviertel
Canta um rufia
    singt ein Zuhaelter
Choram guitarras
    weinen die Guitarren
Amor ciúme
    Liebe Eifersucht
Cinzas e lume
    Asche und Glut
Dor e pecado
    Schmerzen und Schuld
Tudo isto existe
    Alles das gibt es
Tudo isto é triste
    Alles das ist traurig
Tudo isto é fado
    Alles das ist Fado

Se queres ser o meu senhor
    Willst Du mein Herr sein
E teres-me sempre a teu lado
    und mich fuer immer an Deiner
    Seite

Nao me fales só de amor
    Sprich mir nicht nur von Liebe
Fala-me também do fado
    sprich mir auch vom Fado
E o fado é o meu castigo
    Und Fado ist meine Buerde
Só nasceu pr'a me perder
    entstand bloss, damit ich verloren
    bin

O fado é tudo o que digo
    Der Fado ist alles das was ich sage
Mais o que eu não sei dizer.
    Mehr noch als ich sagen kann.

...


Anmerkung fuer Uebersetzer
Fado ist:
Schicksal, Bestimmung, Los, Geschick, Verhaengnis, Hurenleben, Unausweichlichkeit des Lebens, Schuld eines unschuldigen Herzens, Fado ist Portugal....
Fados gesungen von Amália (Danke HJB fuer den VIDEO-link)


"Ai pra que Deus os fade bem "
 
Ach bitte, moege Gott sie nur mit gutem Fado versehen 
(alter Segenswunsch in Portugal) 


Posted by Ralf at 7:15 PM BST
Updated: Saturday, 12 May 2007 9:02 PM BST
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Die einzigartige Schoenheit uralter Steinhaeuser in Portugal

Hier wo ich wohne ganz in der Naehe haben neulich die Eigentuemer eines alten Herrenhauses die typisch kleinen Innenraeume erweitern wollen und dafuer das Haus entkernt, neu aufgebaut und gleichzeitig die Aussenfassade und das Dach komplett mit Beton verschalt.

Auf dem Dach liegen die roten Pfannen nur zur Verkleidung.
Das Haus hat auch keinen Dachstuhl.
Die Aussenfassade ist nichts als glattgestrichener und angemalter Beton !

Ich will garnicht an die Raumluft und die Feuchtigkeit, an den zu erwarteten Schimmelbefall und die Heizkosten denken.

Ich denke an das ehemalige wuerdevolle alte Haus mit Waenden aus Bruchstein und Lehm mit Hechselstroh.---

Welch eine Freude, dass es noch Menschen wie Paulo J. Mendes gibt !

Typisches Landhaus in Nordportugal
 
Paulo schreibt folgenden Denkanstoss:

(ich uebersetze:)
"Man sollte sich fragen, wo eine alte Hausfassade beginnt, eine Art von Kunst Galerie zu sein, an welcher die Zeit, nach himmlischer Eingebung, gemalt hat, formte oder sogar meisselte. Inzwischen ist es eine Galerie, diesmal nur andersherum: Die "Gemaelde" zeigen immer nur das selbe Motiv (die Fenster Anm.), wobei der "Kuenstler" es vorzog, an den Waenden, die sie umgeben zu arbeiten, mit Ergebnissen garantiert einzigartig. Vielleicht waere es keine schlechte Idee, wenn man einige Sitzbaenke vor solchen "Kunstwerken" aufstellen wuerde, so dass man sie in Ruhe und gebuehrend bestaunen kann."

Está de velho

(Bild zum Vergroessern anklicken)


Paulo, concordo consigo !


Posted by Ralf at 2:51 PM BST
Updated: Sunday, 13 May 2007 10:48 AM BST
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"Brasilien und Gold" (Autor: Elmar Getto)

Portugal als Faustpfand Englands entdeckt Gold in seiner Provinz Brasilien, holt es von dort nach Lissabon, bezahlt seine Importe aus England, die Goldquellen versiegen, Portugal stoesst Brasilien ab, um sich damit die Staatsfinanzen zu sanieren, und Brasilien bleibt auf den Schulden sitzen.

Bis heute.

Die Zinsen fuer die Auslandsschulden uebersteigen 50 % des Staatshaushalts.

Die Banken, die Weltbank, koennen zufrieden sein.

Bundespraesident Koehler lobt Brasilien pflichtgemaess, er war ja Angestellter des IMF, und gutheisst damit das Leiden der Bevoelkerung.

Warum darf Brasilien fuer die ruinoese Politik auslaendischer Staaten gegen diese einen Schadensersatz geltend machen aehnlich wie Juden selbstverstaendlich "Schadensersatz" gegen die Erben von Hitlerdeutschland einfordern.....

kurze Inhaltsangabe -
dieses lesenswerten Artikels:

BRASILIEN UND GOLD 

von Elmar Getto

Veroeffentlicht von Ahmed Ibn Fahdlan.

 

Nachtrag:
Ich hoffe, jemand meiner werten Leser kann die im o.g. link behaupteten Tatsachen zur Staatsverschuldung Brasiliens bestaetigen oder widerlegen.
Bis zum Beweis des Gegenteils belasse ich den Link als Denkanstoss und greife das Umfeld, welches ihn zitiert, nicht an.

 


Posted by Ralf at 12:08 PM BST
Updated: Saturday, 12 May 2007 10:24 PM BST
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Friday, 11 May 2007
Carlebach Shul: "Der Schluessel zu dem Geheimnis der Disziplin"

Ein Live Mitschnitt eines Vortrages von Rav Lazer Brody:

The Key to the Secret to Disziplin

VIDEO

15:21 Minuten Denkanstoesse 

 

thanks Simple  !


Posted by Ralf at 2:51 PM BST
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Thursday, 10 May 2007
Ein lammfrommer Volkskoenig (Portugal) & ein fuchscleverer Aristokratenkoenig (England) schliessen einen Vertrag (1386)

9.5.1386 , der aelteste Buendnisvertrag der neueren Geschichte Europas, der Vertrag von Windsor (Tratado de Windsor), ist fuer viele Portugiesen noch heute gueltig und von fundamentaler Bedeutung fuer das nationale Selbstverstaendnis.

Waehrend die Basken, ein Volk mit eigener Sprache, Kultur und Geschichte, obendrein als Zentrum von Arbeitsfleiss und Reichtum, den sie grossenteils an Spanien abfuehren muessen als waeren es Tributzahlungen.... waehrend das Volk der Basken noch heute auf seine Unabhaengigkeit vergeblich wartet, gelang es einem treulosen Verwandten des Burgundischen Koenigs von Kastilien bereits im Jahr 1128 sich mit den von ihm verwalteten Laendereien erfolgreich loszusagen.

Wie war das moeglich ?

Beginnen wir am Anfang:


Portugal omnis est divisa in zwei Teile, deren oberer die Galizier (Galaicos) bewohnen und deren unterer die Lusitaner (Lusitanos).
Hier unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht:

1. Der Nordportugiese (Suedgrenze in Hoehe von Coimbra) ist ein liebenswerter Trotzkopf, Eigentuemer von kleinsten Landflaechen, die immerhin soviel Ersparnisse bringen, dass die juengeren Soehne die Auswanderung bezahlen koennen.
Der Nordportugiese hat durch seinen Fleiss, seine Bestaendigkeit und sein Geschick den Ruhm des portugiesischen Gastarbeiters im Ausland begruendet.
Arbeitsagenturen suchen nur Leute aus dem Norden.

2. Der Suedportugiese ist ein verklaerter Traeumer, landloser Knecht auf Latifundien, zu arm um auszuwandern, man sagt ihm Bequemlichkeit nach, Kadergehorsam vor der Obrigkeit und Feigheit vor dem Feind (z.B. im 1. Weltkrieg).
Judenpogrome sind sein Werk, staendige Unzufriedenheit und Streikbereitschaft gegen Arbeitgeber sind seine Tagesordnung und stalinistischen Erzkommunisten in Partei oder Gewerkschaft wuerde er am liebsten die Fuesse kuessen.
Was im Norden erarbeitet wird, verprasst (verwaltet) Lissabon sinnlos.
Bloss keine Gastarbeiter aus dem Sueden Portugals !

Aus diesen beiden Teilen besteht Portugal.
Portugal ist keine Nation.
Portugal ist ein Produkt. Reden wir ueber die Faktoren:

 Bildquelle

1128 werden aus spanischen Grossgrundbesitzern und aus dem Sohn der Koenigin Kastiliens in Nordportugal: Portugiesen.

Der Fluss Minho, der einst das Volk der Galicier einte ist fortan seither eine Landesgrenze.
Der Aufstand gelingt, weil Papst Alexander III. eine treu ergebene Schachfigur benoetigt, weil der Templerorden sich zwar von beiden Seiten bestechen laesst, aber neutral bleibt, weil den Bischof von Braga die pfiffige Geschaeftsidee Santiago de Compostela seines Konkurrenten in Galicien wuetend macht und vorallem, weil ein juedischer Finanzier (Yahia Ben Yahi III.) das Unterfangen gutheisst:
Die Schlacht von Mamede 1128.

So ist Portugal kuenstlich entstanden, fast so wie der Staat Singapur.

Jeder Handelskaufmann, der mit seinen italienischen Wettbewerbern nichts zu schaffen hat, braucht Portugal als Clearingstelle.
Die Juden in Portugal, schon seit Urzeiten auf der Iberischen Halbinsel zu Hause, aus England seit 1290 vertrieben, erleben hier in Portugal den Genuss von Freiheit und Entfaltung.

Die Grossgrundbesitzer in Portugal wuenschen sich bald die gute alte Zeit zurueck, als sie noch unwidersprochene Feudalherren waren, ohne von den frechen Kaufleuten und ihren Krediten abhaengig zu sein.
Ihre Grosslaendereien hatten sie einst als Kriegsbeute von Arabern erobert oder vom damaligen Koenig als Dank erhalten.
Ein starker Staat bzw. Koenig oder eine Leistungsgesellschaft sind ihnen ein Graus.

Leider macht ihnen die Pest einen Strich durch die Rechnung.
Nicht nur, dass die Pest viele Menschen toetet, nein, auch die Ueberlebenden glauben, durch ploetzliche Erbschaften besonders reich zu sein und bleiben in ihren Betten.
Es gibt bald keine Ernten, keine Waren und der Preisanstieg (bzw. Geldwertverfall seit 1369 bis 1373) ist gewaltig.
Das Volk leidet an Hunger.

Der Koenig Portugals, D. Fernando I. (1345 - 1383) erlaesst das Gesetz der Sesmarias , so eine Art Erbhofgesetz mit Warnung:
Wer sein Feld brach liegen laesst wird enteignet.

Portugals Kaufleute haben bereits seit dem 10. Mai 1293 eine

Bolsa dos mercadores
(Boerse der Kaufleute)

eine der ersten Warenboersen der Welt  !

Koenig Ferdinand  gewaehrt das  Privileg, dass auf dieser Boerse, vermutlich ein Café, wo es guten arabischen  Kaffee zu trinken gibt, auch eine Schiffsversicherung  abgehalten wird.  Das Unternehmen nennt sich:
Companhia das Naus
Gesellschaft der Grosschiffe
 
Die erste offene Schiffsversicherungs Gesellschaft der Welt !
 
Von solchen modernen privatrechtlichen Firmen und erstrecht von einem Lloyds of London , bloss Abklatsch des portugiesischen Originals, koennen die Englaender damals noch nichteinmal traeumen !
  
Innenpolitisch durch schwach legitimierte Hochzeit vom Volk beargwoehnt, laviert Ferdinand aussenpolitisch gegenueber Erzfeind Kastilien und gegenueber den Gegenpaesten Urban VI.(1318 - 1389) und Clemens VII. hilflos hin-und-her, sucht leichtsinnig Streit und erleidet Misserfolge, bis er schliesslich Rueckendeckung erbittet bei seinem Berufskollegen in England, dem es eigentlich selbst auch nicht viel besser geht und der seinerseits dringend Streithelfer gegen 100 Jahre Feind Frankreich und dessen Verbuendeten Spanien noetig hat.
Ausserdem gibt es da noch die Erbansprueche des John of Gaunt auf den Thron Kastiliens von Schwiegerpapa.
Englands Koenig Edward of Woodstock (1330 - 1376) und sein Onkel John of Gaunt sind ab sofort, mehr denn je, Freunde Portugals.....
 
Kaum ist der (erste) portugiesisch-englische Freundschaftsvertrag und mit Kastilien der Frieden von Santarem Paz de Santarém im Jahr 1373 unterzeichnet, hat Ferdinand ploetzlich Geld in Huelle und Fuelle zum Bauen  von Stadtmauern !
Vermutlich sind es die juedischen Kaufleute mit Verbindung nach dem goldreichen Timbuktu, die das Wunder bewirken......

1380, D. João Fernandez Damdeiro bemueht sich in England enorm, die Tochter Beatrix des portugiesischen Koenigs jemanden in England als Ehefrau zu empfehlen.
John of Gaunt (1340 - 1399) hat noch keine Lust und andere Sorgen, namentlich in Schottland.

Dafuer kommt sein kleiner Bruder Edmund Earl of Cambridge (1341 - 1402) mit 1000 Geharnischten und 1000 Bogenschuetzen nach Lissabon, diese benehmen sich wie Hooligans, verteidigen Lissabon gegen Spanien aber ziehen auf Kriegsbeute gegen Spanien auf eigene Faust aus und als 1382 die Entscheidungsschlacht eroeffnet werden soll, schliesst Portugal heimlich mit Kastilien Frieden und die Ehe mit Edmund wird vom Papst anulliert und die Beatrix dem Spanier uebergeben.
Armer Edmund, ihn haben die Englaender sicherlich ausgelacht ! 
 
Aber Portugals Koenig Ferdinand stirbt und seine Witwe, die Thronerbin, verliebt sich ausgerechnet in einen Spanier, wohin ja bereits Tochter Beatrix, die kuenftige Thronerbin erfolgreich verheiratet ist.
 
Das sind scheussliche Aussichten fuer die Mitglieder der Bolsa dos mercadores, die in Lissabon, Evora, Coimbra und Porto ihre Niederlassungen haben. In diesen Staedten wuenschen die Menschen keine spanischen Herren.

Sofort wird 1383, nach nur sechs Wochen, die Witwe gestuerzt und ein unehelicher Sohn des Koenigs, von dem Christusorden zu religioeser Schwaermerei und insofern zu Berechenbarkeit erzogen der D. João I. (1357 - 1433), der Johann von Avis, zwar nicht zum Koenig, dafuer aber zum Verwalter & Verteidiger des Koenigreiches erklaert (regedor e defensor do reino).

1385 kommen endlich trainiert und bestens ausgeruestet die Soldaten Spaniens den Grossgrundbesitzern Portugals und der koeniglichen Witwe mit ihrem Liebhaber zu Hilfe...... sie werden jedoch nicht nur von englischen Kraehenfuessen und englischen und deutschen Soeldnern ueberrascht, sondern auch von einer zornigen Bevoelkerung.
Eine Baeckerin erschlaegt eigenhaendig 7 Soldaten mit ihrer Baeckerschaufel und wird eine Beruehmtheit.
In Aljubarrota siegt ein unehelicher Koenigssohn, den die Koenigin hasst und einsperren liess, deshalb kann er sich auf die ihm freundlich gesinnte Stimmung im Volk berufen, einen Sieg vorweisen, die Ordensritter und sogar die Kaufleute moegen ihn....João I. ist ein Volkskoenig !

Zum Koenig ausgerufen (in Portugal gibt es die Proklamation statt einer Kroenung) kommt ihm alles wie ein goettliches Wunder vor.

In England wirkt bereits John Wyclif (1330 - 1384) und der Schacher und die Schamlosigkeit der Katholiken werden allerorten angeprangert und der bestaendige Geldabfluss nach Rom ist den verstaendigen Volkswirten ein Dorn im Auge.

In Portugal zur selben Zeit herrscht im Denken allertiefst katholisch finstere Umnachtung.
Anders als in England, wo Beda Venerablilis (673 - 735)
aehnlichen Unsinn schrieb, befindet sich Portugal noch auf eben dieser Stufe.
Die Gegensaetze koennten groesser garnicht sein !

Fernão Lopes (1380 - 1459)
 
Dieser Chronist und Moechtegern-Ovid erklaert den Portugiesen,
dass sie in einem Himmelreich auf Erden leben.
 
Seine Weltchronik laesst wissen: 
 

A primeira foi des Adam atta Noe, em que passarom mill e seis çemtos e çimquoemta e seis anos; na quall se comteverom dez geeraçoões, e pereçeo toda per deluvio.

A segumda foi des Noe ataa Abrão, cujo espaço foi de duzentos e noveemta e seis anos, na quall ouve outras dez geeraçõoes.

A terceira de Abraão ataa David, em que forom quatorze geerações, e durou noveçemtos e quoremta annos.

A quarta des David ataa o trespassamento de Babilonia, em que ouve outras quatorze geerações e durou trezemtos e seteemta e tres anos.

A quimta foi [des o trespassamento de Babilonia] ataa viimda do Sallvador, que comteve em ssi quatorze geeraçõoes, e forom os annos della, quinhemtos e oiteemta e nove.

A sexta em que ora amdamos, que ha mill e quatro çemtos e quareemta e tres que dura, nom tem çertidom per annos nem comto de geeraçõoes, mas cuida alguus que fara fim, quamdo sse acabar o segre ; o qual dizem que ha de durar seis mill anos, de que ja seriam passado per esta guisa, çimquo mill e duzemtos e noveemta e sete; e assi ficavom pera se acabar o mumdo, seteçentos e tres annos. (349-350)

Die 7 Zeitalter der Erde

1. Von Adam bis Noah vergingen 1.656 Jahre, 10 Generationen   bis zur Sintflut

2. Von Noah bis Abraham vergingen 296 Jahre, weitere 10 Generationen

3. Von Abraham bis David gab es 14 Generationen und dauerte 940 Jahre

4. Von David bis zum Auszug aus Babylonien, 14 Generationen und 373 Jahre lang

5. Vom Auszug bis zum Kommen des Heilands vergingen weitere 589 Jahre und 14 Generationen 

6. In diesem Zeitalter befinden wir uns seit 1443 Jahren, es ist zeitlos an Jahren und zahllos an Generationen, aber wenn.......(?) Es heisst, dieses wird 6000 Jahre dauern, wovon bereits 5297 Jahre vergangen sind und demnach noch 703 Jahre bis zum Weltende uebrig sind.

Fernão Lopes laesst die Portugiesen wissen, dass wie Gott am 7. Tage in himmlischer Zufriedenheit ruhte, Portugal auserkoren wurde, das 7. Weltzeitalter in himmlischer Gnade zu erleben.

Es kann kein Zweifel bestehen, Portugal ist das Himmelreich auf Erden !
Alle Portugiesen werden bald wie in einem Schlaraffenland leben !

Alle goettlichen Zeichen der Vorhersehung sind eingetroffen, sogar die Zahlen (gemeint die Anzahl der Soldaten auf den Schlachtfeldern)  entsprechen goettlicher Bestimmung zu Gunsten Portugals.

Koenig João I. wird in logischer Konsequenz im Jahr 1422 beginnen, die roemische Zeitrechnung auf die Jahresangaben seit Christi Geburt umzustellen !

Aber vorerst will er seinen Erzfeinden neuen und endgueltigen Aerger bereiten und schickt Afonso de Albuquerque und Lourenço Fogaça als Botschafter nach London, um diesmal vorzuschlagen, dass John mit Hilfe Portugals seine Ansprueche in Kastilien durchsetzen solle....

England jubelt !
Im Nu werden vom Parlament die Geldzahlungen bewilligt.
Sogar der Papst Urban VI. in Rom jubelt und stellt fuer saemtliche englischen Krieger Freibriefe sog. Absolutionsbullen aus.......
Spanien-Kastilien hatte sich ja auf Seiten des Gegenpapstes gestellt.

Fuer die Ueberfahrt von 20.000 Soldaten und John of Gaunt mit Gemahlin schickt Portugal 16 praechtige Schiffe.
Endlich ist er weg, der gefaehrliche John, wird sich Edward gedacht haben...

In Coruna angekommen liegt den Englaendern bald ganz Galicien zu Fuessen und es wird ein angenehmes Winterqartier aufgeschlagen.

Koenig João I. vor lauter Begeisterung und voreiligem Siegestaumel heiratet sofort im Februar 1387 die aelteste Tochter dieses John of Gaunt, Philippa, Tochter aus erster Ehe !

Der Ausgang dieses Krieges ?
Von einer Seuche befallen und militaerisch geschlagen, erhalten die Englaender von Spaniens Koenig Juan gnadenweise die Erlaubnis, sich nach Hause zu begeben.

Juan war uebrigens schlau: Sein Sohn heiratete einfach die Tochter von John und der Frieden war hergestellt und ein huebsches Suemmchen gab´s noch obendrauf.....

Haben meine werte Leser bemerkt, dass der Buendnisvertrag von Windsor in 1386, der in portugiesischen Geschichtsbuechern wie ein epochales Ereignis gefeiert wird, nichts weiter als ein nuetzlicher Schachzug Englands war ?
Vermutlich bloss eine Idee des geschaeftstuechtigen und weitsichtigen Wollhaendlers und engster Berater des englischen Koenigs Michael de la Pole (1330 - 1389)

Beide sollten allerdings fuer diese Politik bereits 1387 an der Radcot Bridge von einigen englischen Dummkoepfen Pruegel beziehen. 

Was die Lords Appelant genauso wenig begriffen hatten wie die Portugiesen, sind die fuer Englands Weltherrschafts Anspruch ueberaus vorteilhaften Konsequenzen der bisherigen Politik:

  • Erzfeind Papst ist Freund geworden
  • Erzfeind Frankreich verliert Spanien als Buendnispartner und schliesst Frieden
  • Toelpel Portugal dient den Interessen Englands in Europa fortan wie die Joker Karte im Aermel....

Portugal behielt das Himmelreich und portugiesische Kirchen den englischen Ritus........

__________

Quellen:

1. Geschichte von England 

2. O sentido providencial da "firme paz" luso-inglesa na Cronica de D. João I. de Fernão Lopes

3. Blogeintrag v. 17.5. bei NORTEAMOS (José Silva) 

4. Blogeintrag v. 17.5. bei GALLAECIA 


Posted by Ralf at 7:14 PM BST
Updated: Friday, 29 June 2007 4:52 PM BST
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Tuesday, 8 May 2007
Von Porto /Portugal in Richtung Osten gelange ich nach Australien ?

Tall Eye - If I walk a straight line around the world, where will I pass ?

Ich wollte es wissen:

Von Porto in Portugal immer ostwaerts.....

ANTWORT:

Das neuste Goggle mashup Abenteuer

 

Australien ?! 


Posted by Ralf at 10:18 PM BST
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Monday, 7 May 2007
Verstand Kolumbus die Geheimbotschaft des juedischen Kartographen Cresques und folgte den Karten der Templer ?

Himmel, Mond und Sterne kennt zwar jeder, aber es bedarf einer felsenfesten Ueberzeugung, dass die Harmonie aus Zahlen gemacht ist, dass Zahlen niemals luegen und somit von goettlicher Wahrheit zeugen.

Die Praezision im Denken und Arbeiten mit Zahlen -und nicht etwa politisches Wunschdenken, Bilanzakrobatik, Umbuchungen, Defizit Schoenreden, katholische Schwaermerei, Aktienkurse, Kreditreichtum oder chinesischer Geisterglaube- machen den einzigen Unterschied, ob eine Volkswirtschaft, ein Haushalt, ein Brueckenbau, ein Unternehmen oder eine Seefahrt von Erfolg gekroent sind oder nicht.

1307, als die Templer die Todesstrafe erwarten, suchen sie -so darf man vermuten- Hals ueber Kopf ihr Heil in der (geheimen) Flucht.

Was sie mitnahmen waren ihre nautischen Kenntnisse.
Der einzige "sichere" Fluchtweg war der in Richtung Westen.... ueber den Atlantik.

1375 erhaelt Abraham Cresques  auf Mallorca den koeniglichen Auftrag, alles zwischen Ost und West auf Weltkarten einzuzeichnen.

Die Katalanische Weltkarte 

Abraham Cresques war ein Jude, dessen Familie im 12. Jahrhundert aus Afrika kommend nach Mallorca eingewandert war.
Mallorca war die Drehscheibe des Fernhandels, insbesondere fuer die Goldimporte aus dem Sudan, womit die Iberische Halbinsel ihr Goldenes Zeitalter finanzierte.

Man kann also behaupten, die juedischen Kaufleute bildeten so eine Art Auffanggesellschaft der stillgelegten Unternehmungen der Templer.
Warum sollten sie nicht weiterhin mit den Fluechtlingen geheime Kontakte pflegen ?

Beispiel 1 :

lucay

(Eintrag im Katalanischen Atlas)



 

 

e los lucayos...
- die lucayischen (Inseln) -

(Eintrag im Bordbuch von Kolumbus am 11.10.1492)

Quelle

Woher in aller Welt kannte Kolumbus diesen sonderbaren Namen, woher wusste 120 Jahre zuvor Abraham Cresque den Namen der Inselbewohner auf den

Bahamas ?

 

Beispiel 2 : 

Hier hat sich Abraham Cresque selbst portraitiert:

links : Abraham Cresque
rechts: ein Moench in Kutte

Der Moench steht hoeher.
Ein Hinweis ?
 
Beispiel 3 :




PERO MALAO ,
diese geheimnisvolle Stadt, wird am meisten erwaehnt.

ILLA TAPROBANA
die Insel Taprobana

Luis de Camões beschreibt die Taten und den Heldenmut der Portugiesen an einer Stel in seinen Lusiaden mit diesen Worten:

As armas e os barões assinaladas
que, de ocidental praia lusitana
Por mares nunca de antes navegados
Passaram ainda além da Taprobana
 
Die Waffen und Adelszeichen vereint
welche vom Westen des Lusitanischen Strandes
Ueber die Meere niemals zuvor gesegelt waren
Fuhren sogar bis jenseits von Taprobana


Taprobana, so nannte man frueher
die Insel Ceylon
heutiges Sri Lanka:

Taprobana
Holzschnitt von Sebastian Mueller, Basel 1550
-Quelle-
 
Weil Abraham Cresques aber garnicht diese Insel meint,
sondern etwas anderes mitteilen moechte,
begeht er einen "Fluechtigkeitsfehler"
und schreibt:


TRAPOBANA

Nun muss man diesen Namen, nach arabischer-juedischer Leseart, von rechts nach links lesen:

ANBI !

So nannten die Ureinwohner Suedamerikas ihr Land !

-Quelle-

 

Wusste also Kolumbus genau, wo seine Fahrt hinfuehrte ?

Reiseroute des Kolumbus nach Amerika
Quelle
 

Von wegen Entdeckung ???

Genaues weiss man halt nicht ! 

_______

Quellen:

1. José António Hurtado (Autor o.g. Theorie) in
    Fenix Journal Masonico de Indoamerica
    El Legado do Bencomo

    und hier 

    und hier: Die Karte der Templer, die Kolumbus nach Amerika fuehrte 

2. ZAZIE (Obrigado ! Por tua causa escrevi tudo isto !)
    COCANHA

3. Templerorden in Amerika ? 

4. Juedisches Geographiewissen in Mittelalter und Renaissance 

5. Antilia  Rui Martins zeigt die Widersprueche der offiziellen  

   Geschichtsschreibung anhand des Namens der Antillen

6. Africa redescoberta


Posted by Ralf at 3:57 PM BST
Updated: Tuesday, 8 May 2007 7:30 PM BST
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Saturday, 5 May 2007
Der 1. Mai in Portugal. Gelber Ginster gegen alles Boeses und die juedische Gefahr !

Der Mai ist gekommen.
Tanz in den Mai, Maisingen, Maibaum, Maibowle, Maigloeckchen......
Gottes Werk entfaltet seine ganze Pracht.
Im 13. Jahrhundert entdecken die Menschen wie schoen es ist, Mensch zu sein und freuen sich und tanzen !

Alle Menschen ?
Nein, den Portugiesen bleibt die Lebensfreude verboten  :

Koeniglicher Erlass von Koenig João I. (1357 - 1437)

  Lissabon am 14.8. 1402 :

an Richter und Amtsleute:

que impusessem as maiores penalidades a quem cantasse Maias ou Janeiras e outras coisas contra a lei de Deus..."

dass sie verhaengen sollen die hoechsten Strafen dem der die Mailieder singt oder die Januarlieder oder andere Dinge gegen das Gesetz Gottes...
 
Nirgends sonst ist die Kirche derart beherrschend wie in Portugal !
Portugal, Lusitanien, war eine roemische Provinz.
Selbstverstaendlich hatte das Volk der Mutter Erde Maia einst Dankbarkeit gezollt, hatte ihren Sohn Hermes/Jupiter als Schoepfer des Handels verehrt.

Aber anders als selbst beim spanischen streng katholischen Nachbarn, ist in Portugal inzwischen alles Gedenken an alte Gottheiten sogar in den Namen der Wochentage erfolgreich abgeschafft. 
Montag heisst hier in Portugal "zweite Messe" (segunda feira) und die restlichen Tage entsprechend....punktum.
 
Ersatzweise lehrt man das Volk das Fuerchten vor Schreckgespenster, boesen Blicken, viel unsagbar schrecklich Unheil, das von draussen kommt....
 
Am 30. April nachmittags sieht man sie, die Portugiesen in Nordportugal, alljaehrlich auf ihrem Weg nach Hause schreiten, auf den Schultern die grossen Buendel gelben Ginsters, den man in Gestrueppfeldern abgeschnitten hat, fuer sich, fuer seine Familie, Nachbarn und Freunde.....

Besenginster
cytisus scoparius
 
port.: Giesta

Besenginster ist ein giftiges Hausmittel gegen Warzenviren.
Vielleicht sollte der Brauch zu einer Verringerung von Ginsterstraeuchern an Feldraendern und Stallungen fuehren ?
Das waere dann sogar vernuenftig.
Oder die Besenbinder sollten an billig Rohmaterial gelangen.
Das waere dann sogar loeblich.

Einschub:
Gestrueppfelder (bouças) sind eine Besonderheit in Portugal.
Das Fehlen einer Landwirtschaft mit Getreideanbau -wegen des kargen, granitsteinigen Bodens- hat fuer die Stallhaltung von Vieh das Fehlen von Stroh zur Folge. (und eine Kuh will zum Widerkaeuen bequem liegen)
 
Da in Portugal das Gestruepp nicht durch Schnee und Eis zersetzt wird und kompostiert , sondern riesige trockene Gestrueppstraeucher bildet, hat man frueher dieses Gestruepp in der Kuhhaltung als Bodenbelag/Strohersatz eingesetzt.....heutzutage entstehen dort in diesen zu wahren Urwaeldern jahrealten Gestruepps aufgetuermt, durch Leichtsinn oder Wassertropfen und Sonnenstrahlen, jedenfalls durch die masslose Ignoranz der Portugiesen selbst, die alljaehrlichen Grossfeuer und Waldbraende Portugals....
Einschub Ende -
 
Kleine Straeusschen oder bloss Aestchen legt/haengt/klemmt der seit Urzeiten verschreckte Portugiese auf Fenstersims,Tueren/Kuehlergrill des Autos/Fenster, allerorten, wo das Uebel sich einschleichen koennte...

Im Mai nennt man die Giesta:

Maias
 


Maias an Tueren und Fenstern

Quelle:  Dias com Arvores
Obrigado Mnuela D.L. Ramos !

Was uns wie ein unschuldiger Brauch von Aberglaube und Einfalt daherkommt, entpuppt sich leider bei naeherem Hinsehen, als eine (weitere) perfide Stimmungsmache katholischer Erziehung und Menschenfuehrung gegen Juden und Vernunft !

Erinnern wir uns:
Jesus ist soeben geboren und der Grosse Herodes hoert es garnicht gern, was ihm da seine hauptberuflichen Sterndeuter da mitteilen.
Sofort befiehlt Herodes, saemtliche Neugeborene zu toeten.
Und wo der Saeugling Jesus zu Hause ist, soll am naechsten Morgen den Soldaten ein Ginsterzweig verraten, den jemand nachts verraeterisch und heimlich angebracht hat.
Beim Morgengrauen kommen die Haescher und finden die richtige Tuere dennoch nicht:
Saemtliche Tore, Tueren und Fenster sind mit Ginster behangen...
 
Einschub:
Herodes (73v - 4v) war zu diesem Zeitpunkt schon selber 4 Jahre tot !
Einschub Ende-
 
Der Literat und Ethnologe José Leite de Vasconcelos (1858- 1941)  versucht, uns diese Tradition in Portugal tatsaechlich folgendermassen erklaeren:
 
a) Quando a Virgem foi para o Egipto deixou pelo caminho muitos ramos de giesta para não se enganar na volta;
b) Quando Jesus Cristo nasceu, os judeus procuraram-no para o matarem, e, como soubessem que ele estava numa casa, colocaram-lhe à porta um ramo de giesta, afim de no dia seguinte o prenderem. Nesse dia, porém, todas as casas da povoação apareceram marcadas, e os judeus não puderam dar com ele.
a) als die Jungfrau nach Aegypten ging, liess sie auf dem Weg viele Ginster Aeste zurueck, um sich auf dem Rueckweg nicht zu verirren.
b) Als Jesus geboren wurde, suchten die Juden ihn und wollten ihn toeten und, als sie erfuhren, er befaende sich in einem Haus, haben sie ihm an die Tuer einen Ginster Ast gesteckt, mit der Absicht ihn bei Tagesanbruch zu verhaften. An jenem Tage aber zeigten sich alle Haeuser der Bevoelkerung markiert und die Juden konnten ihn nicht finden.

Quelle: a.a.O.
Obrigado -mais uma vez- Manuela !
Da sehen wir also, was Portugiesen von Klein auf im Sonntagsunterricht eingebildet bekommen.
Und vor solchen Judenhaeschern muss man sich schuetzen, indem man am 1. Mai fuer ein Jahr lang seine Habe, seine Kinder und sein Leben schuetzt.
 
Willkommen sind mir die verbotenen inoffiziellen Mai Braeuche, die wirklich vom Volk ausgehen, spoettisch, schelmenhaft und geistreich:
 
In Nordportugal , wo man trotz aller Verbotsversuche des Koenigs und der Kirche, sowieso immer gern gegen die Staatsorgane und Maechtigen lueckte, laed man Freunde zum Kastanienessen ein !
 
Esel haben die stoerrische Angewohnheit, auf Vorraete zu steigen und sie zu zerstoeren. Auch beissen sie gern das Rindvieh !
 
Am 1. Mai zieht der Teufel um !
Carrapato !
Dieser Unhold, dessen wahren Namen niemand nennen darf !

Schnell noch ein paar Kastanien gegessen !
Sonst reitet gleich ein Esel auf Dir !

 
Lachen aus Freude, Freude aus einem gluecklichen Herzen, Ausdruck eines freies Herzens -dank einer muehseligen aber erfolgreich durchlaufenen ethischen Erziehung- im Sinne von Aristoteles.... wie sehr ich dieses Lachen jenem schreckhaften Seelen wuenschte, denen die Kirche soviel an Schrecklichem glaubhaft eingeredet hat und woran sie nun misstrauisch geworden auch mittlerweile felsenfest selber glauben.
Witzchen machen, wenns die Herrschaft nicht hoert.....
 
Weltlachtag ?
Ich hoere nur Gelaechter !
 
 
________

Quellen:

1. Os Maios - As Maias
 
2.  Mirandela
 
3. Maio-Moças Maio-Moços (Stoffpuppen) zur Maifeier im Algarve
 
4. Das Maien  im Burgenland (Danke Micky !) via Burgenlandforum
 
 

Posted by Ralf at 4:13 PM BST
Updated: Saturday, 5 May 2007 8:45 PM BST
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Thursday, 3 May 2007
Sehenswuerdigkeit in Portugal: Ein Granitfelsen, der kleine Glimmersteine ausspuckt .

Besucher in Portugal muessen die Stadt Arouca sehen !

Sodann empfehle ich, den Weg nach Castanheira suchen.
Er fuehrt hinauf in die Serra da Freita (Gebirge der Freita), bis ueber 1.000 m hoch, wo kein Baum waechst und die Fernsicht bei Schoenwetter grossartig ist und eindrucksvoll erhaben.

Auf den kuemmerlichen Grasschnipseln des Granitbodens grasen vereinzelt Ziegen.
Die Haeuser aus aufeinandergeschichteten Steinen, viele Bergdoerfer menschenleer, lassen nicht vermuten, dass hier die Kelten aus Nordeuropa sich niederliessen, sich mit den Iberern vertrugen und auch die Roemer (und ihre Nachkommen )von 35 v. Chr. bis 716  nach Christus taetig waren.
Von dann an herrschten die Araber.

Was mag man sich unter einem
"Pedra parideira" (Gebaerender Stein)
vorstellen ? 

Der gesamte Granitfels umfasst etwas 1000 x 600 Meter.
Eine Flaeche von 500 mliegt offen ohne von Erde bedeckt zu sein.
Diese Stelle hat man umzaeunt, Warnschilder aufgestellt: Steine auflesen verboten!

Niemand ist zugegen, man muss schon etwas ausserhalb der Trampelpfade , die um das eingezaeunte Naturschutzgehege  fuehren, am Boden den Stein absuchen ......

Aufnahme von Jorge Rosa (Obrigado Jorge !)
 
Der Granitstein hat ueberall kleine Pocken !
Mancherorts schwarz schimmrige Pickel !
Selten handteller grosse Beulen !
Diese Beulen platzen heraus, wenn man sie anklopft
 
Rechts die kleine schwarz glaenzende  Ausbuchtung:
Hier befand sich ein Stein, der herausgebrochen ist/wurde
 

Quelle
 
Hier sehen wir eine herausgeschlagene "Beule"
Ein elipsenfoermiger glaenzender Stein.
 
Weltweit eine seltenes Phaenomen.
Da staunt der Laie Mensch !

Ein Granit, der lebt ! Die Atmosphaere und sein Innendruck machen ihm zu schaffen....
Die kleinen sich zu Beulen herausbildenden Pocken sind, so liest man, Biotit,  und der "Mutterstein", der Granitfels, ein Plutonite .
Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.
 
Man sieht nur was man weiss....
Aber manchmal reicht es, nur zu staunen !
 
Und da gibt es noch immer Leute, die denken, in Portugal gibt es nur Kirchen, Kloester und Palaeste zu sehen.

Posted by Ralf at 4:03 PM BST
Updated: Thursday, 3 May 2007 8:27 PM BST
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