Make your own free website on Tripod.com
Gedanken ueber Sinn und Zweck der Menschlichkeit
« July 2007 »
S M T W T F S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31
You are not logged in. Log in
Entries by Topic
All topics  «
Blog Tools
Edit your Blog
Build a Blog
RSS Feed
View Profile
Monday, 2 July 2007
Die Jesuiten gruenden in Coimbra ihre Privatschule der "11.000 Jungfrauen" (1542)
Am 15.8.1534, an Mariae Himmelfahrt, in Paris in der Kapelle Notre Damme auf dem Montmartre versammelten sich, um ein Gelübde abzulegen, sieben tapfere Freunde:
Inácio de Loyola (Ignatius), Francisco Xavier (Franz Xaver), Simão Rodrigues (Simon), Pedro Fabro (Peter), Diogo Laínez, Alfonso Salmerón und Nicolas Bobadilha
Wie wir sehen, waren alle Spanier außer einer:

ein Student aus Portugal

Simao Rodrigues

Seit seinem 16. Lebensjahr lebt Simao in Paris in dem portugiesischen Internat Santa Barbara (Colegio Portugues de Santa Barbara) und studiert emsig und fleißig.

Der Eifer und die Intelligenz des jungen Portugiesen, der nebenher auch auf der Schule Montaigu büffelt,  fällt sogar dem Leiter des Internats auf, dem Portugiesen Diogo de Gouveia, Onkel von Andre (1500 - 1548).
 

Was die sieben Freunde sich vorgenommen hatten, war nichts weniger als:

Nach Studienabschluß im Heiligen Land
die Ungläubigen bekehren.
 
Doch Papst Paul III. (1468 - 1549), der grad dabei ist, selber einen Kreuzzug ins Heilige Land zu planen erklärt seinem 45 jährigen Verehrer aus dem Baskenland, dem Ignatius, daß dieses Vorhaben momentan keinen Sinn macht und er besser die Christen bekehren solle.

In Portugal herrscht zu dieser Zeit ein König, der mir wirklich leid tut.
Wie muß sich ein junger Mann von 19 Jahren fühlen, dem sein geiler 49jähriger Vater, -es sind erst drei Jahre her-  die bildhübsche jungfräuliche zarte 20 Jahre junge Braut aus Österreich, die Eleonore,  kurz vor der Hochzeit wegschnappt, entjungfert, selber heiratet und zu den 11 Kindern, die er schon gezeugt hat, noch zwei weitere in die Welt setzt?
Schize !
 
D. Manuel I. (1469 - 1521), den sie den Glücklichen nennen, ihn sollte man -in Anbetracht der Katastrophe, die sein Größenwahn den Juden in Portugal bedeutet- und wegen seiner respektlosen Haltung gegenüber dem eigenen Sohn und Thronfolger, Johann bzw. João III (1469 - 1521)  besser das "geile Schwein" nennen !

Nur eines der beiden Kinder, eine Tochter seines Vaters mit der jungen Österreicherin, überlebt und sie wird Nonne......
Johann, der zum Trost die Schwester seiner vormaligen Braut ehelicht, war ein kunstsinniger eigentlich feinfuehliger Mann, aber muß wegen seines Vaters krank vor Mißtrauen, Enttäuschung und voller Menschenhaß geworden und zeitlebens geblieben sein......und ich kann ihn gut verstehen.

Diogo de Gouveia, der Professor in Paris, erkennt was in seinem König vorsich geht, und wonach ihm der Sinn steht, und wie der Papst die Gunst der Stunde nutzen könnte:

Diogo flüstert dem Papst ins Ohr, er könne jetzt leicht und sogar willkommen, in Portugal eine als Missionare getarnte päpstliche Elitetruppe gegen Häretiker aller Art, Lutheraner, Calvenisten und sogar die Wilden in aller Welt  rekrutieren, ausbilden, trainieren und von Portugal aus bis ans Ende Welt (z.B. Indien, Japan und China) mit geheimen Missionsaufträgen versenden.
Und die besten der Besten für diese Aufgabe seien die 7 Freunde von Montmartre.

Der Papst schickt sofort zwei Mitglieder dieser neuen Elitetruppe, welche sich schelmenhaft und clever zugleich und ungehörig anmaßend -genetivus objectivus !-  eine Sozietät mit Jesus (Societas Jesu) nennen statt -und eben bewusst nicht-.... bloss ein: Orden des Jesus (Ordo Jesu) sein wollen.... er schickt die beiden -zum Erstaunen und Entsetzen aller- als seine päpstlichen Emissäre nach Trient aufs Konzil (1545-63).
Zwei andere schickt er sofort nach Portugal.

Der eine ist der Portugiese Rodrigues.
Der andere: 

 
Ölgemälde des portugiesischen Malers:
Manuel Henriques (1593 - 1653)

Einschub:
Der Maler gibt uns hier eine erstaunliche Botschaft:
Sehen wir auf das riesig gemalte auffallend deutliche Handzeichen !
Es soll ohne Zweifel eine Anspielung sein, eine Persiflage des segenden Handzeichens der Kohanim
Ein Affront gegen Juden und jüdische Religiosität mit der einen Hand, der Griff nach der Sonne Asiens mit der anderen.
Besser könnte man das Programm der Jesuiten nicht malen !
Einschub Ende.

Johann III. kann jetzt richtig in Machtgeluesten schwelgen und  durchstarten !
Als erstes darf die Inquisition -seit 1536- in Portugal beginnen zu wüten, morden, Angst Und Schrecken zu verbreiten.
Als zweites dürfen die  Jesuiten in Portugal ihre weltweit erste Niederlassung einweihen.
Man wird Joao III. zum Dank o piedoso (den Frommen) nennen.

15.1.1542 

In Lissabon, in der Mouraria (Araberviertel)
erstes Clubhaus der Jesuiten
ab 1553, als Jesuiten die erste kostenlose Schule eröffnen,
im (großen) Colegio Santo Antão
Coleginho (das Kleine Versammlungshäuschen) der Jesuiten
genannt.
 
hier wurden die Missionen der Jesuiten geplant
von hier zogen die Jesuiten in alle Welt
-Quelle-


Und bereits am 2. Juli 1542 feiern die Jesuiten ihren größten Erfolg in Portugal, der Papst kann endlich aufatmen, endlich hat sein Weltherrschaftsanspruch das wichtigste, was Herrscher brauchen, eine eigene Schule für die Knabenlese -nach muslimischen Vorbild !-

  Papstpolitische Erziehungsanstalt
(von mir auch Papola genannt)
in Coimbra/Portugal

(Kolleg der 11.000 Jungfrauen) 

links im Bild das Jungfrauen-Kolleg
rechts die Jesuiten Akademie für "Kunst"
sowie die Wohnungen der Novizen

heute:
Sé Nova de Coimbra
(Neuer Dom von Coimbra

Wer ein gebürtiger Kölner ist,
weiß jetzt selbstverstaendlich ,
wie die 10.999 Jungfrauen
starben...
gemeinsam mit der
Heiligen Ursula ,einem beinahe echt kölsche Mädsche

Seit dieser Zeit fischen die Jesuiten die besten und begabtesten Söhne Portugals ab.
Portugal wird ein Land von -ungelernten- (Hilfs-)Handwerkern.

Martin Luther kocht vor Wut
(in seinem Judenhaß allerdings selber nicht ganz bei Trost...)

Hier zeigt der Papst mit der Tat frei
Dass er Gottes und der Menschen Feind ist
Was Gott schafft und will geehrt haben
tritt der heiligste Mann mit Fuessen

Martin Luther 1545
-Quelle-

 
Koenigin Elisabeth I. von England rettet Englands Zukunft gerade noch rechtzeitig:
Am 3.7.1580 werden die Jesuiten in England verboten.

Pombal (1699- 1782) wird versuchen, das Steuer herumzureißen......bessergesagt, das Ruder des Staatswohls aus den Haenden der Jesuiten zu reissen.......
Doch es ist bereits zu spät.
Die von Pombal ins Land erbetenen Juden und Protestanten, um in Portugal und in den Kolonien etwas zu unternehmen, das Wohlstand für alle Portugiesen zur Folge hat......und die Jesuiten, egal welcher Nationalitaet, welche Portugal verlassen mussten.........
Sie alle -jeder in entgegengesetzte Richtung- werden von Adel und Kirche schließlich erfolgreich wieder rückgängig gemacht.

Die Portugiesen, das Volk, die Menschen... bleiben ohne Schulausbildung, lernen weder lesen noch schreiben und vorallem lernen sie niemals das Lernen selbst, keine Eigenverantwortung, keine Eigeninitiative, kein staatsbuergerliches Pflichtbewusstsein, keine Kritikfaehigkeit.
Disziplin in oeffentlichen Schulen ist noch heute das mit Abstand bei Schuelern und Lehrern (!) am meisten verhassteste Wort bzw. System.......

Die begabten Jungen müssen/dürfen von klein auf in die Jesujugend (Katechese), und später in die in Portugal zahlreichen Papstpolitsche Erziehungsanstalten....

Die ganze unglaubliche (Erfolgs-)Geschichte der Jesuiten kann man bei Edmond Paris nachlesen
 
________________
 
Quellen:
1.  Jesuiten (.fr)

2. Companhia Jesu

3. Historia do Noviciado 

4. Beispiele beruehmter portugiesischer Jesuiten und ihre erstaunlichen Leistungen


Posted by Ralf at 12:33 PM BST
Updated: Tuesday, 3 July 2007 7:24 AM BST
Post Comment | Permalink
Jules Aarons (Photograph) "Zwei portugiesische Maenner auf einer Hochzeit"
Ein Schnappschuß
auf einem
Casamento
(Verhäuslichung)

- von wegen Hoch-Zeit- 

Two Portuguese Men at a Wedding, 1964,
silver gelatin print, 10" x 13" (paper size)
 
- DeCordova Museum-
 
Die Aufnahme verdanken wir

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jules Aarons 
 
Mann, hatten die beiden Portugiesen Glück ! 

Posted by Ralf at 8:05 AM BST
Post Comment | Permalink
Sunday, 1 July 2007
Todesstrafe, Hypotheken- & Scheidungsrecht in Portugal. Der Codigo Seabra tritt in Kraft (1867)
Geboren hat ihn seine Mutter in einer Schiffskajüte irgendwo im Atlantik vor den Kapverdischen Inseln, weil seine Eltern soeben im Gefolge der portugiesischen Königsfamilie vor den napoleonischen Truppen nach Brasilien fliehen.....

Er wurde später Jurist und (deshalb ?) Freimaurer und ein großer Bewunderer der Gesetzgebung Napoleons !

Antonio Luis de Seabra (1798 - 1895)

 

Unter seiner Federführung tritt heute in Kraft:
1.7.1867

 Codigo Civil Portugues
(Bürgerliches Gesetzbuch Portugals)
gennant nach seinem Autor:
Codigo Seabra

das Gesetzbuch gilt von
1867 - 1967 in Portugal
1867 - 1990 in Goa/Indien

 
Abschaffung der Todestrafe:
Die Todestrafe für politische Vergehen war in Portugal bereits von Königin Maria II. am  5.7.1852 abgeschafft worden
Der Codigo Seabra hebt die Todesstrafe nunmehr zusaetzlich auf für sämtliche bürgerlichen Verbrechen mit Ausnahme bei Hochverrat in Kriegszeiten.
1911 (ein Jahr nach Ausrufung der Republik) wird die Todesstrafe auch für Soldaten in Kriegszeiten aufgehoben.
1917 (Eintriit Portugals in den 1. Weltkrieg) Wiedereinführung der Todesstrafe für Soldaten.
1976 (Zwei Jahre nach der "Nelkenrevolution") Wiederabschaffung der Todesstrafe......

Hypothekenrecht:
Welch ein Grauen in Portugal noch heute.......
Wer nicht weiß, was die Gemarkungen im für landwirtschaftliche Flächen und Gebäude (artigos rusticos) im Grundbuch vor 1991 bedeuten.....ist aufgeschmissen.
Die Regierung hat sämtliche Register weggeschmissen.
Wer sich nicht rechtzeitig meldete und seine alten Rechte beanspruchte (und umscheiben liess) guckt in die Röhre.....

Das Grundbuchrecht seit 1.7.1868 sollte eigentlich die Rechtslage der Eigentumsfrage und den Bestand von Hypotheken rechtlich nachprüfbar festschreiben.
Und zur Besteuerung herangezogen werden könnnen.
Die Hypothekensicherung wurde in Portugal zuvor nach kanonischem und römischem Recht gehandhabt.
Zu den vorgesehenen Veraenderungen sollte es nicht kommen.
Das Grundbuch enthielt nur -und auch heute noch, wenngleich aktuell das Grundbuch mit dem deutschen ansonsten vergleichbar ist - Angaben zu den "Confrontações", das sind die Namen (bloß Namen !)  aller angrenzenden Nachbarn...ansonsten hatten die Eintragungen keine Bedeutung bzw. Rechtsfolgen.

Etwa 50 % der Grundflaeche Portugals ist noch immer nicht eindeutig geklaert und ewiger unloesbarer Zankapfel zwischen Familien, Doerfern, Gemeinden und Behoerden.....und verwahrlost.
Kurios:
Es gibt keine "Zinsen" im Katholizismus und kein Wort für "Zinsen" in der portugiesischen Sprache.
Die Portugiesen lösten das Problem elegant:
Ein zweites abstraktes Schuldversprechen enthielt einen "Schwur" !
Deshalb nennt man in Portugal Zinsen wörtlich juros (Schwüre)
Die Portugiesen sind -wie jedermann gern waere- obstinate Schelme.
Die genaue Erfassung ihres Grundeigentums ist ihnen zutiefst suspekt.
Ein Notar hat mithin keinerlei Verpflichtung, die Grundbücher berichtigt zu halten....dafür ist der Bürger selber verantwortlich !

Ein Notar beglaubigt nur....und es ist ein Jammer, bei Notarsverträgen die hilflosen Bürger zu beobachten und fluchen zu hoeren.!
Es fehlt garantiert immer...noch ein Originaldokument......
Und bei Aemtern steht man mindestens 5 Stunden in einer Schlange.

Die weitsichtigen Reformen, die beinahe heute in 1867 zum Nutzen aller und für den Fortschritt Portugals das Rechtssystem veraendern sollen....wurden kurze Zeit spaeter am 1. Januar 1868 durch die Anhaenger der Janeirinha ( Januar´chen Protestbewegung) von den spitzbübischen Schelmen in der Regierung, die sich scheinheilig Partido Reformista (Reformierer Partei) nennen unschädlich gemacht.

So endet die Regenaração (Wiederherstellung) Portugals unter Seaba.
 
Einige nennenswerte und kuriose Bestimmungen wurden allerdings nicht veraendert und blieben gueltig: 
 
Eherecht im Codigo Seabra:
 
  1. Eine Frau schuldet ihrem Mann Gehorsam
  2. Eine Frau muß ihren Mann nach überall hin begleiten, ausgenommen ins Ausland.
  3. Eine verheiratete Frau muß im Haus ihres Mannes wohnen.
  4. Ein Mannhat über das Vermögen der Frau freie Verfügungsgewalt
  5. Eine Frau darf ohne Zustimmung ihres Mannes keine Vermögenswerte erwerben, verleihen, beleihen oder Verpflichtungen eingehen, Geschriebenes veröffentlichen oder Klage erheben (apresentar-se em juizo)
  6. Eine Frau, die einen Auslaender heiratet verliert automatisch die portugiesische Staatsangehörigkeit und Verfügungsgewalt über ihr Vermögen.
 
Portugiesisches Scheidungsrecht
 
Eine Portugiesin kann
die Scheidung von ihrem Mann beantragen....wenn:

"adultério do marido com escândalo público
ou completo desamparo da mulher
ou concubina teúda e manteúda no domicílio conjugal",
 
Ehebruch des Mannes,
wenn es einen öffentlichen Skandal verursacht
wenn die Ehefrau wegen des Ehebruchs total hilfsbedürftig wird
oder die Geliebte inmitten der Ehegemeinschaft lebt und unterhalten wird


Ein Portugiese kann
die Scheidung von seiner Frau beantragen....wenn

adulterio da mulher
(Ehebruch der Frau)
 
Freiwillige Scheidung bei beiderseitigem Einverstçndnis wird es erst ab dem 3. November 1910 geben..... 
 
Das waren noch Zeiten........

_____________
 
Quelle:
Os movimentos femininos


Posted by Ralf at 11:43 AM BST
Updated: Sunday, 1 July 2007 2:43 PM BST
Post Comment | Permalink
Saturday, 30 June 2007
Hinrichtung der kongo-katholischen Religionsprophetin Kimpa Vita 1706

Als die Portugiesen erstmals in Person des Schiffsführers Diogo Cão (die Aufgabe eines "Kapitäns" erfüllt in Portugal immer nur ein wenig respektierter "piloto" und ich weiß nicht, was genau Diogo war....) als sie also im April des Jahres 1483 an der Flußmündung des Zaire ankamen, ihren Stein der Besitznahme aufstellten, und das Land erforschten.....zeigten sie eine erstaunliche Feinfühligkeit im Umgang mit Fremden:

Der König (Mani) Nsoyo und seine Position als König von Kongoland (Mani Congo) wurde von den Portugiesen aufrichtig und von den portugiesischen Königen "brüderlich" respektiert.

Es herrschten im Reich Congo bereits seit 300 Jahren friedliche und geordnete Verhältnisse:
Auf dem Land lebten die freien Weidebauern, die lubata.
In den Städten lebten die Adligen, die mbanza.

Die lubata hatten einen Dorfältesten, den nkuluntu, der die Überschüsse der Ernten freiwillig an die mbanza abführte.
Der Tribut war als spirituelle Pflicht, als kitomi, den Geistern geschuldet.

Außerdem hatten die Adligen Zeit- Zwangsarbeiter, die keineswegs rechtlosen Sklaven -wie in christlichen Ländern- waren, bei sich auf ihren eigenen Feldern am arbeiten.

Obschon alle Kongolesen Banto waren aus der Gruppe der Bakongo, hatte sich seit Generationen diese Trennung der Gesellschaft herausgebildet.

Weil die Portugiesen freundlich waren, ließ der amtierende Mani Congo , der Muene-Muzinga-a-Cuum,  sich im Jahr 1491 gern zu einem Katholiken taufen und nahm den Namen des Königs Portugals an: Dom Joao.
Sein Sohn, M'benza-a-Nzinga, tat seinem Vater gleich und taufte sich im Jahr 1507 auf den Namen: Dom Afonso.
Die Hauptstadt seines Landes hieß ab sofort: San Salvador !


Alles was die Kongolesen hatten, zum Beispiel Gold, verkauften sie den Portugiesen gern für nzimbu, das waren kleine Muscheln.
Das Muschelgeld war wertvoller als Gold !

Wären die Sklavenhändler, die sich bald von Portugal nicht mehr kontrollieren ließen, und die Missionare, insbesondere die Kapuziner, die sich genausowenig von Portugals Königen kontrollieren lassen wollten und alle nur das schnelle Geld und brutale Versklavung von jedermann, ohne Rücksicht auf historische Unterschiede, Rang und Rechtmäßigkeit, im Sinn hatten.......wären sie nicht derart habgierig gewesen, die Geschichte Afrikas und Portugals wäre für alle glücklicher verlaufen.

Die von Sklavenhändlern aufgewiegelten Landesfürsten begannen, sich gegenseitig zu bekämpfen und baten in ihrer Not sogar den Papst um Hilfe !

Nur der war ja einer der Hintermänner....und antwortete selbstverständlich nicht.

Früher war alles besser....sagten sich bald sogar die Kongolesen.
Früher, als der christliche Glauben noch nicht verdorben war.....

Eine alte Geisterbeschwörerin namens Ma-Futa behauptete doch tatsächlich, den Totenschädel Christi zu besitzen und beschwor ihre wachsende Zuhörergemeinde mit ihren Marienvisionen.

Die Missionare wollen sie als Hexe verbrennen.
Der Adel verbietet diese für Afrikaner undenkbar grausame barbarische Strafe.

Eine offensichtlich hochintelligente junge Aristokratentochter aus uralter Priesterfamilie erkannte die Notwendigkeit, gegen die Fremdeinflüsse vonseiten Portugal und Missionare eine nationale Besinnung und Einigkeit wie sie früher war wieder heraufzubeschwören:

Kimpa Vita (1684 - 1706)

Sie ist eben nicht mit Jeanne d´Arc gleichzusetzen.
Jeanne war auf ihre Art wahnsinnig....

Kimpa war weise...wie eine Heilige im Orakel von Delphi.

Man muß ihr Geschick, mit "Visionen" sowohl die Erwartung ihres Volkes zu bedienen, als auch dem tiefen christlichen  Bewußtsein zu entsprechen mit Hochachtung anerkennen.

Sie wollte keine neue Religion, keine Sekte, mit eigenem Wahrheitsanspruch gründen.
Sie wollte schlichtweg christliche Werte für ihr Kongoreich "denominieren".
Und ihre Predigten zeigten erstaunliche Wirkung !

Ihre Anhänger benannten sich nach und beriefen sich- wie sie es lehrte- auf den Heiligen Antonius !

Die heutige Kimbanguistenkirche  beruft sich noch heute auf ihre Weissagungen.

2. 7. 1706

Kimpa Vita wird von den Kapuzinern
auf dem Scheiterhaufen verbrannt
 
Trauertag
in Ex-Zaire und Nord Angola
 
mit Pauken, Tuba & Trompeten 
 
Diese Blaskapelle und ihr beschwingter Rythmus
sind/können sein Ausdruck tiefster Trauer.
 
Ich habe 3 Wochen als Gast des Botschafters von Zaire in Deutschland
in Kinshasa bei ihm zuhause  gewohnt,
lernte Matadi und Lubumbashi kennen
nie sah ich Menschen härter arbeiten als in den Stahlwerken
lernte ein paar Sätze auf Lingala sagen.

habe den Duft des Landes eingeatmet
habe in stockfinsteren Kneipen getanzt
wohin mich der Fahrer mitgenommen hatte
 
mit Mobuto Seseseku Champagner getrunken
und auf einer Hochzeit Maden gegessen
und war bei Botschafters Mutter im Haus
auf dem Plumps Klo im Ziegenstall
(die Konsuln und BDI-Freunde verließen das Sheraton nie !)

Ich suche meinen Freund Mbanza Buanga (Gracia)
dem ich diese schönen Erinnerungen verdanke.....
 
Zaire -so kenne ich es- ist ein wunderschönes Land
mit wunderbaren, lustigen und religiösen Menschen !

Posted by Ralf at 3:42 PM BST
Updated: Saturday, 30 June 2007 8:12 PM BST
Post Comment | Permalink
Die Anfaenge des Buchdrucks in Portugal ab 1487
In Faro (Algarve)
30. 6. 1487


Erster Druck in Portugal

110 Seiten in folio
zu je 30 - 32 Zeilen
 
Gedruckt mit beweglichen Lettern aus Metall
in zwei Größen jeweis für Text oder Überschrift

Drucker:
Samuel Gacon
(genannt porteiro - Türsteher)

Die ganze Geschichte habe ich schon einmal versucht, zu erzählen:
Gedanken zum ersten Buch gedruckt in Portugal 1487

 
 
 
Zwei Jahre später

In Lissabon
im Jahr 1489
 

Perush Ha-Berakoth VeHa-Teffilot
(Pflichtkommentar zum Segenbitten-Gebet)

Drucker
David Abudrahan
 
 
acht Jahre später
erster Druck einer christlichen Inkunabel

In Porto
4.1.1497

Constituições Sinoidais
des Bischofs von Porto
 
Constituições que fez ho Senhor dom Diogo de Sousa
(Verfassung, die der Hohe Herr Diogo de Sousa erlassen hat)

32 Seiten in folio
Blockdruck
zu je 40 Zeilen
 
Drucker
Rodrigo Alvares
aus Vila Real in Porto arbeitend

Rodrigo Alvares hat gotische Lettern verwendet,
welche entweder dirket oder über einen der
seit 1485 in Sevilha als Drucker arbeitenden
Deutschen Pablo Hurus
oder Johannes Gherlin

erhalten hat.
 
Das Papier hat Wasserzeichen
von verschiedenen Papiermanufakturen.

Portugals Geschichte -nicht nur Algarve, Strand und als Urlaubsziel- ist einem Besucher, der sucht und nicht holly Tage verbringen will, wirklich der Reisemühen wert.

________

Quelle:

Tipografia von Paulo Heitlinger Obrigado Paulo, Danke Paul !

Paul ist Professor für Graphik & Design an der Universitaet der Algarve und hat ein Buch veröffentlicht:

 


Darin ist auch das Schaffen der deutschen Buchdruckers
Valentin Fernandes beschrieben.

Kaufbefehl !
und Hochachtung.

Öffentliche Auslobung:
Paul hat ein Abendessen -zu viert- in einem Lokal seiner Wahl frei !
Bei nächster Gelegenheit.


Posted by Ralf at 2:13 PM BST
Updated: Saturday, 30 June 2007 2:38 PM BST
Post Comment | Permalink
Friday, 29 June 2007
Convento da Cartuxo . Die Kart??user im Kloster Cartuxo von Evora zu Fronleichnam des Jahres 2007

Es war einmal in Portugal ein mächtiger Erzbischof namens

Teotónio de Bragança (1530 - 1602) 

Am liebsten war er damit beschäftigt, ohne Rücksicht auf Verluste, allenthalben in Südportugal schöne und vorallem teure Klöster zu gründen und den Bau gigantischer Klosteranlagen zu befehlen.
Die besten italienischen Architekten waren ihm dafür gerade gut genug......
Es sollten ja auch Scala Coeli werden, Treppen in den Himmel !


Wie nicht anders zu erwarten, brach im Volk eine Zeit von Not und Verzweiflung aus -heute: Krise genannt- , denn die Bauern erhielten keinerlei öffentliche Hilfe z.B. durch staatliche Bewässerungskanäle und Pumpanlagen (wie zur Zeit der Römer und Araber).
Auch wurde der von den Portugiesen erwirtschaftete Mehrerlös statt für Ingenieure und Techniker nur noch für unproduktive Betbrüder verschwendet.
Ein begabter Bauernsohn, der nicht Betbruder wurde, war eine Schande für Eltern, seine Familie und das ganze Dorf.

Es kam in Südportugal zu Mißernten -heute: unternehmerische Fehlplanung genannt- und Hungersnöte, was man heutzutage Arbeitslosigkeit nennt.

Es mußte sich wohl auch das Klima verändert haben !
Denn der Hungersnot folgten im Jahr 1579 verheerende Seuchen......

Jetzt wurden Krankenhäuser gebaut.
Dort wurden die Kranken dann zwar nicht geheilt, zumindest aber getröstet, wofür sich die Politiker -damals Erzbischof genannt- fast schon wie gottesähnliche Wohltäter hielten.

Teotonio ließ den Silberschatz, den er für sich selber angehäuft hatte verpfänden, sagt man, und die Vorräte in seinen vollen Kornkammer an die Ärmensten verteilen....sagt man.

Neubau eines Klosters für Kartäuser
in Evora

Convento da Cartuxo
-Quelle Obrigado Machede !- 


Ich vermute, daß die Gründung dieses Konvents....
die ersten Mönche bezogen ihre Kammern
am  15.12.1598

.....die Antwort ist
auf Ratlosigkeit, Verwirrung, Hilfslosigkeit
eines an Gott und dem Leben
an Sinn und Zweck der Menschlichkeit
zweifelnden Geistes

Solange wir noch singen
haben wir noch wenigstens einen Rest
des Göttlichen Funkens

 
(Fronleichnamsprozession der Kartäuser im Konvent)
via: Luiz Carvalho -Obrigado Luiz !

.....und werden zu Brüdern
 
der Rest ?
Das ist die Frage ! 

Posted by Ralf at 1:00 AM BST
Updated: Tuesday, 30 October 2007 12:45 PM BST
Post Comment | Permalink
Thursday, 28 June 2007
Klezmer Musik : Melech Mechaya-Bulgar in Pombals Muehlen (Juni 2007)
Müde werden
munter werden

 
Obrigado Luís Graça !
 
Videos of the great Portuguese Klezmer Band!
Melech Mechaya is a festive journey through klezmer music, with some delicate and intimate moments. A journey through the yiddish tradition, with arab flavours, oriental rythms, and simple beat dancing, from Hungary to Israel, from the Balcans to New York.


Band Members:

João Graça (violin),
Miguel Veríssimo (clarinet),
André Santos (guitar),
João Sovina (bass),
Francisco Caiado (percussion)

Sounds Like: Klezmer!
Country: Portugal
 
Weitere Videos bei YouTube
sehen, hören
und genießen !


Posted by Ralf at 5:48 PM BST
Updated: Thursday, 28 June 2007 6:14 PM BST
Post Comment | Permalink
Ein katholischer Priester kommt heimlich nach Korea. Der Portugiese Joao dos Remedios (1791)

-Quelle-

Ich habe keine Ahnung, wer dieser tapfere unglückliche Portugiese war.

Danksagung - special thanks ! - muito obrigado
Blogger: Mat 

Gusts of Popular Feelings

Mat hat sich die dankenswerte Mühe gemacht in seinem Blog eine linkliste einzustellen sämtlicher

mehr als 100 Jahre alten Bücher online-Bücher 

über Korea

Mats Bücherliste:

Narrative of a voyage in His Majesty's late ship Alceste, to the Yellow Sea, along the coast of Corea, and through its numerous hitherto undiscovered islands, to the island of Lewchew : with an account of her shipwreck in the straits of Gaspar - M'Leod, John, 1817

The new glories of the Catholic Church - Wiseman, Nicholas Patrick, 1859

Corea of today - Gilmore, George W. 1894

Corea, the hermit nation - Griffis, William Elliot 1894

Problems of the Far East: Japan - Korea - China - Curzon, George Nathaniel 1894

Quaint Korea - Miln, Louise Jordan 1895

Corea; or, Cho-sen, the land of the morning calm - Landor, Arnold Henry Savage 1895

The life of Rev. William James Hall, M. D. : medical missionary to the slums of New York, pioneer missionary to Pyong Yang, Korea - Hall, Rosetta Sherwood 1897

Korean sketches - Gale, James Scarth, 1898

The vanguard, a tale of Korea - Gale, James Scarth 1904

Fifteen years among the top-knots; or, Life in Korea - Underwood, Lillias H. 1904

China's intercourse with Korea from the XVth century to 1895 - Rockhill, William Woodville 1905

The passing of Korea - Hulbert, Homer B. 1906

Ewa : a tale of Korea - Noble, W. Arthur 1906

In Korea with Marquis Ito - Ladd, George Trumbull 1908

A modern pioneer in Korea : the life story of Henry G. Appenzeller - Griffis, William Elliot 1912

The church in Corea - Trollope, Mark Napier 1915

For the faith : life of Just de Bretenières, martyred in Korea, March 8, 1866 - Appert, Camille, 1918

A diplomat's helpmate ; how Rose F. Foote, wife of the first U.S. Minister and envoy entraordinary to Korea, served her country in the Far East, - Lawrence, Mary Viola Tingley 1918

Korea S Fight For Freedom Mckenzie, F. A. (Frederick Arthur) 1920

The new administration in Chosen. Comp. by the government-general of Chosen. July, 1921


The Passing of Korea and In Korea with Marquis Ito have been interesting to read, as has Fifteen Years Among the Topknots, which has personal observations of Korea's history between 1890 and 1904. Quaint Korea (reviewed in Korea Bug) was written by a women who had never been to Korea (!); Corea, or Cho-sen, land of the Morning Calm is fun to read, due in no small part to the writer's personality. And that's just scratching the surface.

 

Thanks Mat ! 


Posted by Ralf at 3:47 PM BST
Updated: Thursday, 28 June 2007 8:57 PM BST
Post Comment | Permalink
Die kuriose Geschichte der deutschen Parabellum Pistole in Portugal

Moderne selbstladende Pistolen gab es viele, es gab die Bergmann, die Roth, die Mannlicher, die Schwazloser und die Borchart.

Aber es war die Erfahrung und Idee eines Österreichers, eines Verkaufsreisenden (!), des Georg Luger (1849 -1923), welcher aus der komplizierten Borchart eine praktische Waffe werden ließ, die in vielen Ländern sogar nur nach ihm die Luger Pistole genannt wurde.
Die Deutsche Waffen und Munitionsfabrik Löwe (DWM) hat ein neues Produkt:

Die berühmte

Parabellum
(Hör-auf-den-Krieg)

Die Schweizer und die Bulgaren haben sofort diese Pistole für ihre Armee eingekauft und eingesetzt, bereits im Jahr 1900.
Die Deutschen ließen sich noch vier Jahre Zeit.
Erst 1904 kommt die Parabellum, alias Luger Pistole, in der kaiserlichen Kriegsmarine zum Einsatz.

1906 wollen auch die Portugiesen sehen, was diese Parabellum taugt...und siehe da, die Senhores Kommandanten sind begeistert.

Ausschlaggebend war vermutlich diese hübsche verkaufswirksame Applikation, die typisch für einen Verkäufer ist, der sein Handwerk im Umgang mit Staatsbediensteten versteht und weiß, wann ein Beamter einfach nicht Nein sagen kann.....
 
30 Muster zum Testen
hatte die DWM nach Portugal geschickt
Parabellum 7, 65 mm
Baureihe 1900
Modell M/906

Stück für Stück
mit dem Monogramm des Königs D. Carlos
 -sein Opa war Deutscher-
eingraviert

Es kommt leider zu keinem Auftrag.
Wie immer fehlt den Portugiesen, bei allem, was sie nach langen Verhandlungen umschweifend und mit großen Worten beschließen....das liebe Geld.

Das ändert sich schlagartig, als im Süden von Angola für Ordnung gesorgt werden muß, in der Campanha dos Cuamatos (Aufstand des Stammes der Cuamatos)

Einschub:
In der Konferenz von Berlin von 1885 war der Slogan ausgegeben worden, daß eine Kolonialmacht nur dann einen Anspruch auf ein Gebiet erheben darf, wenn sie Land & Leute wirklich besetzt (sprich: unterdrückt) hält.
Die Portugiesen -als winziges Volk- hatten anders als Europaeer aber niemals Gewalt angewendet und friedlich Verträge abgeschlossen ....seit historisch uralter Zeit.
Seit Bismarck, Blut und Eisen, seit 1885 war Portugal gezwungen, in seinen Kolonien brutale Gewalt anzuwenden, um den Ansprüchen (bessergesagt: Eroberungen portugiesischer Kolonien) durch England und Deutschland zuvorzukommen....
Dieselben Europäer, die später die Portugiesen als menschenverachtendes Fossil brutaler Kolonialherrlichkeit anschwärzen und verurteilen werden......
Einschub Ende

Der bisherige Revolver Abadie wird durch die Parabellum ersetzt.

Oficial de Dragões
(Offizier der Dragoner)

Siegreich und stolz
die Parabellum deutlich sichtbar im Halfter

Sofort bestellt das Königreich Portugal
-neuer König (Manuel I) & neues Monogramm-
3.500 Stück
aus neuster verbesserter Auflage:
Parabellum
7,65mm Baureihe 1908 !

Auch die Marine Portugals will jetzt eine Parabellum haben.
Bisher war immer noch das Modell Adams von 1877 und der Revolver Abadie in Gebrauch.

Großauftrag an Deutschland:
350 Stück Parabellum M/910 Kaliber 9mm !
(mit allem Zubehör und 2.000 Schuß Munition)
mit einem Gesamtwert von: 32.260 französische Francs
 
Im Jahr 1910 wurde die Monarchie abgeschafft und der König verließ Portugal auf Nimmerwiedersehen nach England.
Jetzt sah man in den Kasernen überall die Offiziere schnell die Monogramme ausradieren.

Im Jahr 1912 folgt ein Nachauftrag.
300 Stück Parabellum
jetzt schmeichelhaft mit "RP" gepunzt für Republica Portuguesa
 
Im Jahr 1915 muß Portugal in den 1.Weltkrieg gegen Deuschland antreten.
Ganz schnell müssen die Offiziere den Umgang mit Modell Savage und Browning lernen.....
 
Erst in den Jahren 1935 und 1937 dürfen die Portugiesen ihr liebgewordenes Modell Parabellum wieder kaufen und tragen.

1943 Portugal ordert  4.500 Parabellum
 
Die Waffenfabrik von Peter-Paul Mauser (1838 - 1914), welche inzwischen die DWM übernommen hat, freut sich aber kann nicht liefern !

Die Wehrmacht benutzt dieses (alte) Modell 9mm M/943 seit kurzem nicht mehr.
Die Deutschen haben jetzt die  P-38 Pistole.

Aber die Deutschen sind erfinderisch.......
Die schicken den Portugiesen die Altbestände aus den Heereslagern

Parabellum P.O8
"Gesichert"
 
die Portugiesen müssen deutsch lernen:
Geladen und Gesichert

die Waffe ist in "byf" produziert
(Kürzel für Mauser in Oberndorf)
 
 
Darüber erschrecken die Portugiesen verständlicherweise !
Was ist, wenn der nächste Krieg, wegen Europa und Stimmrecht der Kleinen an den Brüsten von Angela Merkel, wieder gegen die Deutschen geführt werden  muß  ?

Portugal kauft die alten
Maschinen der DWM

Munitionsmaschinen
für die Parabellum
in Portugal
  in der
INDEP S.A.
(Industrias Nacionais de Defesa
 
 
Woher ich das alles weiß ?
von Jaime Regalado !

Muito obrigado Jaime !
 
_______
 
Schoene Fotos & originale Pistolen zum Kaufen

Posted by Ralf at 12:14 PM BST
Updated: Thursday, 28 June 2007 4:32 PM BST
Post Comment | Permalink
Wednesday, 27 June 2007
Joe Berardo (Glueckspilz) vs. Rosario Andrade (Hobbymalerin)
Als 15jähriger verließ er die Schule und seine Heimat die Insel Madeira.
Der mittellose Abenteurer ging nach Südafrika.
Geld konnte man für harte Arbeit nur in den Goldminen verdienen.
Er wurde reich mit Abraum.....

Ich vermute jetzt (denn man erfährt in Portugal nichts weiter)
Als LKW-fahrer begann er, den Abraum der Gold- und Diamantenminen aufzukaufen und die Entsorgung auf eigene Rechnung und bald mit einer Flotte eigener LKWs zu bewerkstelligen.

Es dauerte nicht lange, da ließ der Portugiese, bekannt für seine Umsicht und seine Beharrlichkeit, den Abraum nochmals auf eigenen Sieben allerneuster Bauart nach Überresten suchen.

Heute ist der 62jährige Joe Berardo einer der reichsten Männer Portugals, ein Milliardär.

Bank, Baufirma, Weinfirma, Hotelimperium auf Madeira, bald auch Benfica, mitgliedergrößter Fussballclub der Welt, hören auf sein gemütliches Kommando.
Respektvoll nennen ihn die seine Landsleute:
Senhor Comendador, er ist wohl ein Komtur, Mitglied eines Ritterordens.....

Soeben hat er Lissabon seine immense Moderne-Kunst Sammlung (die sehenswerte Nachttopf-Sammlung war nicht chic genug)  für ein nach ihm benanntes Museum zur Verfügung gestellt:

The Berardo Collection
culture for life 
 
befindet sich ab sofort im schönen

MUSEU COLECÇÃO BERARDO
 
Weil der bisherige Verwalter dieses Projekts bei Eröffnung des Museums am 25.6.2007 nicht neben den internationalen Staatsfahnen auch die Flaggen des Museums hißte -wohl damit es nicht so aussieht wie bei der Neueröffnung eines Möbelmarktes- wurde er auf der Stelle vom Ehrenposten wegen Faulheit vom Commendador hinausgeworfen.....
...als ob das Museum ihm gehört....gehört aber immernoch dem Staat !

Frank Stella, "Severambia",
1995, 299,7 x 840,7 x 388,6 cm

Innenansicht des CCB
- Quelle Obrigado Alexandre-

 
Ich will ehrlich sein.
Die Kunst, soweit es sich um die sog. moderne Kunst handelt, bedeutet für mich stets nicht mehr -wenngleich auch nicht weniger - als meisterhaft, überraschend, witzige
Wandschmuck
Tapetenkunst
Schaufensterdekoration
Blickfangkunst
Spaßkunst
Farbenorgie
Divertimenti
Ideenkomik
 
die Frage nach Sinn und Zweck der Menschlichkeit bleibt mir hierbei ausgespart, unberücksichtigt, unangesprochen, absichtlich vergessen.......
 
Ganz anders bei der in England als pharmazeutische Angestellte in einem Krankenhaus arbeitende Portugiesen Rosario Andrade
Sie hat heute -eingedenk ihrer bevorstehenden Hochzeit- ihr neustes Werk veröffentlicht:

As três Parcas ,
Oil on canvas (61 x76 cm), 2007

 

 Die drei Schicksalgöttinnen
Klotho die Spinnerin des Lebensfadens
Lachesis die Zuteilerin 
Atropos die Unabwendbare 

Ich kann mir kaum vorstellen, daß dieses Gemälde die Arbeit einer Hobbymalerin ist !

Mögen meine werten Leser selbst entscheiden:

Impressões e Intimidades 
(Blog von Rosario mit link zu ihrer Galerie) 
 
Ich genieße den farbenkräftigen Anblick voll traumhafter Lebensbilder, in Bewegung und Ruhe zugleich und werde zum Nachdenken, zum Besinnen, gezwungen.
Keines der Objekte der Konzeptkunst in beispielsweise Guggenheimmuseum oder Berardo Collection bewirken in mir diesen wertvollen Denkanstoß.
 
Niemand malt wie Rosario Andrade ! 

Posted by Ralf at 10:46 PM BST
Updated: Thursday, 28 June 2007 8:47 AM BST
Post Comment | Permalink

Newer | Latest | Older