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Gedanken ueber Sinn und Zweck der Menschlichkeit
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Tuesday, 10 July 2007
Staatsterror als "Paedagogik der Angst" in Portugal. Die Inquisition im Umgang mit Renegaten

Thron und Altar, Staat und Kirche, haben in Portugal -nie reibungslos- aber letztlich immer einheitlich paktiert.
Die Privilegien der Kirche waren derart umfänglich, daß man auf die gesetzliche Erhebung von Kirchensteuern -bis heute- gelassen verzichten konnte.
Der Einfluß der Kirche war derart wirkungsvoll, daß seit Urzeiten alle Portugiesen ernsthaft glauben, Portugal und Portugiesen seien als Herrscher im Namen und Auftrag Gottes auf Erden von Gott auserwählt, das V. Weltreich (V. imperio) stünde unmittelbar bevor, und man müsse sich beeilen, zum Dank für solcherlei Gnaden, den Schutz und die Verbreitung des katholischen Glaubens voranzutreiben.

Ein Pakt zwischen Staat und Kirche bestand auf der Iberischen Halbinsel seit dem Jahr 587.
Der Arianer Rekkared I. wird katholisch, weil die Landbevölkerung, die er ausbeutet, eben katholisch ist.
Und weil der Papst Gregor (der Große) , wie sozialistische Gewerkschaftsbosse in Industrie und Politik heutzutage, beim Ausbeuten der arbeitenden Landbevölkerung seinen Anteil an der Beute verlangt.
Ein Herz und ein Seele - drum heisst es auch: Kon-Kordat.

Das Leistungsprinzip wird verteufelt.
Einheit statt Einigkeit gepredigt.

Soviel absurde Übertreibung und blinde Schwärmerei ist Juden suspekt.
Judenhaß schwärt in den Köpfen katholischer Machthaber.
Die ersten Gesetze zur antijudaistischen antisemitischen Zwangstaufe stammen aus dieser Zeit: Visigothic Code (654- 681)

Wir verlassen das Jahr 587
und befinden uns jetzt im Jahr 1547

König Johann III (1502 - 1557) hat nachdem Portugals Schiffe die Welt entdeckten, und obwohl in seinem Land Protestanten, Juden und Araber , wenn es Portugiesen sind, mit der Todestrafe rechnen dürfen, wenn man ihnen habhaft wird......., diesbezüglich wieder einmal Ärger mit seiner Verwaltung.
Sie taugt nichts !
Der arbeitsscheue Adel wird schon richtig ärgerlich !
Portugiesische Arbeiter geben Widerworte und denken eigenwillig.
Es ist was faul im Staate Portugal.

König Johann bittet deshalb den Papst am 23. Mai 1536 händeringend, ihm zu erlauben, in Portugal die Inquisition nicht wie anderswo als bloße kirchliche Beichtverwaltung sondern als geheime Staatspolizei einrichten zu dürfen.
Dieses weitreichende Angebot auf Kumpanei ist sogar in den Ohren des Papstes eine Überraschung !

Papst Paul III. (1468 - 1549) läßt sich 11 Jahre Zeit.
Erst am 16. Juli 1547 ist er von der unschädlichen Absicht des portugiesischen Königs überzeugt.

 Bulle
Meditatio Cordis

Staatsterrorismus
als
Pädagogik der Angst

 Portugiesen lernen das Fürchten
Schauprozesse zur Abschreckung
 gegen Juden und Muslime
beginnen.


Die staatlich-kirchliche Inquisition eröffnet Büros in Lissabon, Coimbra, Evora und in Goa (Indien).

Beispiel Evora:
Zwischen 1536 - 1668 werden insgesamt 8.644 Prozesse durchgeführt.

Wer als judaizante (etwa: Judelnder), also als jemand, der jüdische Lebensart, Vorlieben oder gar Riten pflegte, oder bloß Freund eines Juden war, bekam die Segnungen der Kirche zu schmecken.

Offiziell gab es in Portugal ja keine Juden mehr.
Die Zwangsgetauften nannte man offiziell Neuchristen (Cristaos Novos), inoffiziell schimpfte man diese Mitmenschen Marranos (im Sinn von: Schweine) von christlicher Seite beschrieb man sie als Conversos (Miteingekehrte) die Historiker erfanden den blutleeren Ausdruck Versteck-Jude (Cripto-judeu )nur aus jüdischer Sicht verstand man sie wahrheitsgemäß und nennt sie Anussim (Gezwungene)
Aber (freie) Juden gab es in Portugal keine mehr !
Aus katholischer Sicht: Es konnte doch überhaupt keine mehr geben....

Ein judaizante war folglich der Stachel im Fleisch des triumphierenden Katholiken, der ihn bloßstellt und der Lächerlichkeit preisgibt.

Die Rache mußte grausam sein, damit sie süß ist.

Kein anderes Schicksal erwartete einen Renegaten (Ableugner) wie man die getauften Portugiesen nannte, die zum Islam übergetreten waren.

In Evora gab es in dem o.g. Zeitraum zwar nur 93 Gerichtsverfahren, gegen Renegados, aber auch an sie muß man erinnern.


Die Angeklagten wehrten sich immer -vermutlich wahrheitsgemäß- daß sie zum Übertritt in die Sekte der Mohren (passagem para a seita dos mouros) gezwungen oder zumindest genötigt worden waren.

Die -übrigens stets peinlich genau geführten Protokolle- nennen als Aklage den Vorwurf, der Sekte Mafona (seita mafona) anzugehören.
Und den Mafomede nach Art der Mouros wie einen Heiligen zu verehren.
(Klingt mir sehr nach Mafia.....)

Helfen wir also den armen Menschen, uns allen, daß eines Tages das Fegefeuer seine grausame Existenzberechtigung verliert.

Helfen wir Gott bei Seiner Arbeit ....
auf katholische Art & Weise

Die Forquilha do Herege (Ketzergabel)
 
Das Blut troff.
Die zuschauenden Portugiesen schaudern beim Anblick des Verurteilten.
Die Maßnahme wirkt
 
 
 
 
 
 
Auch Frauen wurden möglichst spektakulär gequält, die Bestrafung sollte ja abschreckende Angst erzeugen.

Mit Brustkneifzange und Folterbirne (pera) wurden die weibliche Organe verstümmelt.

Je lauter die Schreie - desto erfolgreicher die Politik und glücklicher die Politiker.


 

 

 

Es war ausdrücklich verboten, sofern keine königliche Sondergenehmigung vorlag:

  • Besuch eines Landes unter arabischer Herrschaft
  • Transport von  Passagieren in arabische Länder
  • Export von Weizen, Gerste, Mehl, Korn, Rohhäute in arabische Länder
  • Verkauf von Materialien zum Schiffsbau oder Waffenherstellung an Araber
  • Übertritt in die Sekte Mafona

Das mit dem Übertritt ist eine Geschichte für sich.
Als Christ wird man ja bekanntermaßen gottlos in eine gottverlassene Welt geboren und erst mit der Taufe wieder-an-Gott-gebunden.
Der Katholizismus nennt sich deshalb zutreffend eine Re-ligion.

Als ahnungsloser Katholik hat man später jedoch keinerlei Ahnung über die Rechtsfolgen der erlebten Re-ligion mit Gott als Neugeborener.
Der Papst, die Kirche, erheben nämlich Eigentumsrechte.....

Beispiel der Junge namens Tome de Carvalho:
Als 12jähriger Hilfsmatrose auf einem Schiff, das ihn und seine Eltern nach Brasilien bringen soll, wird er von nordafrikanischen Piraten gefangengenommen und in Marokko als Sklave verkauft.
Als Renegat erwarten ihn Vergünstigungen.
Seine Herren rufen ihn bald mit arabischem Namen: Solimao !
Viele Jahre später auf einem arabischen Schiff gelangen er und seine Leidensgenossen zufällig in die Nähe der Küste Portugals, in Sichtweite zur Algarve.....
Eins,zwei, drei....die Meuterei gelingt, der Portugiese erreicht wohlbehalten sein Heimatland.

Am 6. September 1632 wird er wegen Häresie verurteilt.
Zum Glück sind es nur spirituelle Strafen...Beten, Messe besuchen, Wallfahrten.......

Anders war es im Juli 1551 dem 60 jährigen Pedro Afonso aus Evora ergangen.
Er hatte doch tatsächlich leichtsinnig das ewige Leben geleugnet und die leibhaftige Auferstehung des Fleisches !
(Nota bene: Juden kennen kein von der Seele getrenntes Fleisch)
Das Urteil:

Barfuß
zum Scheiterhaufen
eine Kerze in der Hand
und die mordaça am Mund

Auf dem Weg zur Auto-da-Fe
dem Akt-des-Glaubens

Das Strafrecht wurde in der Zeit, als Portugal ein Teil Spaniens war (1580 - 1640) vom damaligen (spanischen) Königs Portugals Philipp III./II. (1578 - 1621) verfeinert.
Es waren die sogenannten Ordenações Filipinas von 1603

Aber erst -und das ist das erschütternde für Portugalfreunde- im Jahr 1640, also noch im Jahr der Wiedererlangung der der nationalen Unabhängigkeit, vom neuen König Portugals mit brutaler Akribie, Fall für Fall, wie von Wahnsinn befallen, nochmals verbessert.
Es war im 3. Buch der Vorschrift (livro III do Regimento) von 1640.

 

Es war der teuflische Plan der portugiesischen Inquisition, mit der Verbreitung von Angst und Schrecken im Herrschaftsgebiet einen Mechanismus zu schaffen, der vollkommen legal -weil angeblich sogar von Gott legitimisiert- landesweit eine auferzwungene Harmonie besorgt und den politischen sowie ideologischen Triumpf einer machthungrigen gewissenslosen Oligarchie garantiert.

Wer sich nicht in diese Zeit versetzen kann, hat keine Ahnung, wie groß das Leiden, insbesondere der jüdischen Mitmenschen, im christlichen Portugal war.

Und wie schwierig es für viele katholischen Portugiesen noch heute ist, sich als Jude zu bekennen und den mühevollen Weg der Anerkennung auch durch Israel, der Jahrzehnte dauern kann, endlich zu beginnen.

 

_______

Quellen:
Renegados e Excluidos von Prof. Geraldo Pieroni der Universität Tuiutido do Parana in Brasilien

Folterwerkzeuge der Inquisition

Friends of Marranos (Portugal) 

LADINA (Manuel Azevedo)

 

 


Posted by Ralf at 4:55 PM BST
Updated: Tuesday, 10 July 2007 11:37 PM BST
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Monday, 9 July 2007
Portugiesischer Ziegenhirt als Vater einer Missgeburt einer Ziege vermutet (1740)
Am 13. Februar 1740
geschah in Beja, im schönen Alentejo,
ein höchst merkwürdiges Ereignis

Auf einem Landgut im Bezirk dieser Stadt gebar einer Cabra (Ziege) ein tolles Monster, mit dem Gesicht eines Menschen, obschon voller Haare, Hände und Füße eines Affen, Ohren eines Ziegenbocks, glatter Bauch, wie bei einem Knaben, ein kurzer Schwanzstummel, aber dergestalt gemacht, daß es sich nicht auf den Beinen halten konnte.
Die Cabra, welche es geboren hatte erschrak so sehr, daß sie ihm nichts zu säugen geben wollt, und floh davon, nach anderswo hinhüpfend, in Täler und am meckern: wie es dem Monster an Nahrung fehlte, siechte es dahin und in weniger als einem halben Tag verendete.
Sowie die Ordnungshoheit (justiça) davon erfuhr, vermochte der Ziegenhirt sich davonzumachen indem er weglief;
Man ging der Sache nach und geht davon aus, daß der besagte Hirte der Vater dieses Monsters war und mit der Ziege befreundet (amigado) lebte, wie es in dieser Provinz mit vielen Hirten geschieht, die in der Lüsternheit viel brutaler sind als selbst die Tiere, die sie beaufsichtigen.

Quelle:
Anno Noticioso e Historico
Luiz Montez Mattozo
(Presbyterio Scalabitanense)
LISBOA
Na Officina da laboriosa curiosidade
A. D. 1740
 

Nachgefragt: 

100 % ausgeschlossen ?

"Eine Wahrhheit gilt nur solange bis zum Beweis des Gegenteils !"

Gentechnik macht´s möglich !
...warten´s wir ab.


Posted by Ralf at 8:05 PM BST
Updated: Tuesday, 10 July 2007 9:55 AM BST
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Was passiert, wenn Produkte aus Israel boykottiert werden....
Ersteinmal garnichts....
Aber dann

 
 

Posted by Ralf at 2:14 PM BST
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Saturday, 7 July 2007
Geheimgesellschaft in Porto, Grupo Radical, ernennt neuen Anfuehrer (1912)
Ein kurioses Dokument.
Wir befinden uns im Jahr 1912, in einer chaotischen Zeit.

In Portugal kämpfen Republikaner (seit 1910 ist Portugal -zufällig und wegen eines Deutschen !- Republik), Monarchisten, die Kirche, kriminelle Killernaturen, Profi-Bombenleger, Weltverbesserer aller Art, Carbonaria und Freimaurerlogen...... gegeneinander und miteinander.

In Porto haben diese Freiheitskämpfer im Jahr 1891 schon einmal einen Aufstand verübt, aber mußten kurze Zeit später angelegentlich wieder in den Untergrund.

Die Grupo Radical (rücksichtslose Gruppe) war wohl eine der vielen Geheimgesellschaften, bessergesagt: Terrorbanden, die sich in Portugal im Untergrund prügelten.

Elegant auf portugiesische Art, traf man sich wahrscheinlich zu konspirativen Treffen in öffentlichen Cafés.
Bewußt formgestaltend protokollarisch korrekt wurden höchst geheim die allergeheimsten Informationen verheimlicht und deshalb schriftlich verfügt:

Exmo. Capitão de artilharia Raimundo Meira
A comissão executiva do Grupo Radical Defesa da República reunido em sessão, tendo em vista os grandes serviços por Vexa. Prestados em prol da República, e sendo de urgente necessidade que alguém dirija com capacidade os destinos deste importante grupo, resolveu por uma unanimidade que Vexa fosse nomeado Chefe Supremo deste grupo, e que ficassem incondicionalmente à disposição de Vexa os cidadãos filiados que o compõem.
A comissão:
João José de Carvalho Lima, Rua Bonfim 113;
José Pedroso de Lima, Rua Bonfim 113;
José da Costa, Campo do Rou 24, Massarellos;
António José d’Almeida de Carvalho, Sargento reformado. Quartel da Serra do Pilar;
José Afonso, Rua Pinto Bessa 597;
José Lopes d’Oliveira, Rua do Bonfim 113.

Saúde e fraternidade

Porto, 7 de Julho de 1912
 
Sehr geehrter Hauptmann der Artellerie

Das Entscheidungsgremium der Grupo Radical zur Verteidigung der Republik hat in der Versammlung in Anbetracht der großen Dienste, welche Sie für die Republik geleistet haben und weil es dringlich ist, daß jemand mit Fähigkeit die Ziele dieser bedeutsamen Gruppe leitet, mit einheitlichem Beschluß entschieden, daß Sie diese zum Chef Supremo (Höchstem Chef) ernannt werden und die angeschlossenen Bürger, die dieser Gruppe angehören, Ihnen bedingungslos zur Verfügung stehen.
....die Unterzeichneten.....
Gesundheit und Brüderlichkeit !


Anmerkung:
Über diese "Grupo Radical" ist nichts weiter bekannt.....
Eine Zeitungsnachricht gibt uns Einblick, was damals in Porto los war:
 
"Não admira que só no cemitério de Miragaia um policia distraído tivesse encontrado mais de 3000 bombas."
 
 Es verwundert nicht, daß auf dem Friedhof von Miragaia (Porto) ein herumspazierender Polizeibeamter mehr als 3.000 Bomben fand.
 
aus dem Buch:
O poder e o povo – A revolução de 1910,
- pag 265 e 266 -
Publicações D. Quixote - 1975
 
Quelle:
Cartas Portuguesas 

Posted by Ralf at 4:28 PM BST
Updated: Saturday, 7 July 2007 5:52 PM BST
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Friday, 6 July 2007
Nationaldichter der Portugiesen, Luis de Camoes, nennt die Deutschen eine Rindvieh Herde

Klartext , das meint er:
Die Deutschen sind doof wie Ochsen
statt gegen die Türken zu kämpfen
bekriegen sie sich untereinander

Luiz Vaz de Camões (1524 - 1573


Der Nationaldichter Portugals, der als hungernder Bettler starb, hat seinen Landsleuten versucht einzureden, daß nur Portugiesen die braven, treuen, ruhmreichen, vorbildlichen Kinder Gottes sind.
Franzosen, Engländer alles nur verlogener Abschaum
Über die Deutschen sagt er folgendes und erinnert an die Deutschen Bauernkriege (ab 1524) sowie an die Türkenkriege, insbesondere an die Schlacht von Mohács (1526) 

Lesen wir was Camões zu sagen hat

Lusidas
VII. Gesang (Canto VII)

Vede-los Alemães, soberbo gado,
Que por tão largos campos se apascenta,
Do sucessor de Pedro, rebelado,
Novo pastor, e nova seita inventa:
Vede-lo em feias guerras ocupado,
Que ainda com o cego error se não contenta,
Não contra o soberbíssimo Otomano,
Mas por sair do jugo soberano.

Seht Euch die Deutschen an, eingebildete Rindviecher Herde,
Die auf solch weiten Weiden sich satt grast
Dem Nachfolger Petri, rebellisch,
Neuen Hirten, und eine neue Sekte erfindet:
Seht die Herde mit häßlichen Kriegen beschäftigt,
Die sogar mit dem blindem Irrtum sich nicht zufrieden gibt,
Nicht gegen die am allermeisten eingebildeten Türken
sondern um dem Gespann ihres Herrn zu entweichen.

-Quelle-

Camões war auf dem rechten Auge blind.
Es wäre schön, wenn die Dinge so einfach lägen......

Nur die Portugiesen haben Dank Camões seither leider einen unauslöschlichen Komplex.

Posted by Ralf at 2:31 PM BST
Updated: Friday, 6 July 2007 9:07 PM BST
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Thursday, 5 July 2007
Portugal im paepstlichen Wuergegriff (Interdikt) - Koenig Dinis endet Streit mit Bischof von Porto (1282)

Man könnte die Zeit den "Portugiesischen Frühling" nennen:

Portugals König wollte sich -wie die Tschechen vom Großen kommunistischen Bruder - vom Joch des Heiligen päpstlichen Vaters befreien.

Das haben aber große Brüder nicht gern:
Erst müssen sie bei den Verteibungen, Raub und Totschlag (Sudetendeutsche/Araber) das eigene Leben risikieren.......
und dann plötzlich wollen die Kleinen Gernegroß keinen Tribut mehr zahlen.

Kaum hatte König Alfons III. (1210 - 1279) ganz Portugal von den Arabern"zurück"-erobert und Frieden mit den Alteigentümern Nordportugals (Kastilien) geschlossen, wollte er doch tatsächlich frechgeworden selber Herr im Hause sein !

Man kann die Wut der Russen bzw. des Papstes verstehen...mal als Russe oder Papst gedacht !

Unvorstellbar heute:
In Portugal schweigen die Glocken und gähnende stille Leere in den Kirchen....nur moscas (Fliegen) überall....Interdikt  !

Als Thronerbe Dinis (1261 - 1325)  seine Herrschaft antritt, ist guter Rat teuer. Es muß so schnell wie möglich ein Ausgleich, ein Einvernehmen mit der Kirche und den Kirchenleuten her.

Beispiel:
Porto (Machtbereich: Bischof)
vs.
Gaia
(Machtbereich: König)

Problem:
Beide Haefen des Flusses Douro liegen sich gegenueber
wem stehen die Hafenzölle zu ?

Vertrag vom 28.4.1282

(Mit meinen Worten)

Wie vom Bischof Dominus Vicente Mendes (1261 - 1296)
Herrscher in und über Porto gefordert wird die von König Alfons III. rechtswidrig, den damaligen Bischof Dominus Julião benachteiligend und gegen die Tradition aufgewungene Regelung einer hälftigen Teilung der Hafenzölle für Warenladungen der am Kai der Stadt Porto ankernden Schiffe, jedoch einer alleinigen Vereinnahmung der Zölle vonseiten des Königs für alle Waren, die in am Kai des Kastells Gaya (heute: V.N. Gaia) angelegten Schiffen gelöscht werden, aufgehoben.
Von nun an gilt die Regelung, daß egal wo ein Schiff anlegt, der Bischof immer 2/3 und der König 1/3 der Hafenzölle erhält.
Hafenzölle werden auf Waren erhoben, die zum Verkauf bestimmt sind.

Inhaber von Sonderrechten (vergleichbar mit Privilegien von Funktionären in kommunistischen Staaten-Anm.), namentlich die nach dem Couto -Recht Immunität besitzen, müssen keine Abgaben leisten.

Für alle Waren, die auf dem Landweg nach Porto oder Gaia gelangen, gilt die bestehende Regelung einer hälftigen Aufteilung der Stadtzölle, egal ob zum Verkauf bestimmt oder nur zum Transit.

Es wird den Bewohnern von Porto ausdrücklich verboten,

trigo ou outro grão
(Weizen oder anderes Korn)

auf dem Land der Terra de Santa Maria (?) einzukaufen, damit die Bauern das Getreide in die Stadt bringen.

Es wird den Bewohnern von Gaia ausdruecklich verboten

pão
(Brot)

von auswaertigen Baeckern zu verkaufen.
 
...
Da denkt man, so als Koenig hatte man ein schoenes Leben, und erfaehrt zufaellig, dass ein Koenig echt Stress hatte....

________

Quelle:
Centro de documentação

( Erstaunlich und nachahmenswert, was sich Portugals Archivare leisten !)
 

Posted by Ralf at 2:07 PM BST
Updated: Thursday, 5 July 2007 2:46 PM BST
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Die Namen der bekanntesten juedischen Pioniere in Nordamerika, die aus Portugal kamen
 
Portuguese Sephardim
Pioneers in America
 
SOURCES
They Led the Way, The Creators of Jewish America, Harry A. Ezratty

First Facts in American Jewish History, Tina Levitan
The Jews in Early American, Sandra Cummings Malamed
Jews on the Frontier, Rabbi I. Harold Sharfman
 
 
obrigado mplopes  

Posted by Ralf at 8:41 AM BST
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Wednesday, 4 July 2007
Portugals Erben in Goa (Indien) und ihre Sprache (Konkani)

Es gibt eine Million von ihnen.
Sie haben das höchste Pro-Kopf Einkommen ganz Indiens.
Ihr (Volksgruppen-) Vertreter heißt Churchill Alemão (Deutscher Churchill)

Die katholischen Nachfahren der Portugiesen
in Goa

 
Livia D´Silva
besingt die Liebe zur Sprache
Kongani
 
Goa ist stolz auf seine Vergangenheit
als Teil Portugals
jedenfalls gibt es keine Stadt in Portugal,
die Vasco-da-Gama heisst (siehe videolink Liste)
 
so lebte es sich als Dekan aus Braga (Nordportugal)
Palacio do Deão
 
Videolink Liste 
 
Goa Net (Seite der Unabhaengigkeits Befuerworter)
 
A Vida em Deli (Blog eines portugiesischen Journalisten in Indien) 
 
Weitere Beiträge über Portugiesen in Goa
 
Berühmte Persönlichkeiten
aus
Portugal -Goa
 
 
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José António Ismael Gracias (1857-1919)
4/5/2007  
 
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Paulino Dias (1874-1919)
17/4/2007  
 
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18/12/2006  
 
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13/8/2006  
 
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João Carvalho (Johnson; 1913-1996)
4/4/2006  
 
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30/9/2005  
 
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12/11/2004  
 
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2/10/2004  
 
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1/7/2004  
 
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15/5/2004  
 
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27/2/2004  
 
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2/1/2004  
 
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22/11/2003  
 
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19/9/2003  
 
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16/8/2003  
 
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16/8/2003  
 
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Mariano Gracias (1871-1931)
30/6/2003  
 
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20/5/2003  
 
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23/4/2003  
 
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Gama Pinto (1853-1945)
21/3/2003  
 

Posted by Ralf at 5:00 PM BST
Updated: Wednesday, 4 July 2007 6:08 PM BST
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Portugiesen geben den beiden Laendern Go-Joseon & Hanguk einen (neuen) Namen: Korea
Yenal, Yenal....(es war einmal)
ein Land, das keiner kannte.

Koreaner
in Trauerkleidung
 

Mutter mit Kind
in ihrem Haus in Korea

-Quelle: Ewa A Tale Of Kora-



Bis portugiesische Priester kamen, aus Richtung China:

Aber welchen Namen hatte dieses Land ?

-Quelle-

 

Ob das heute noch irgendjemanden interessiert ?
Vielleicht.
Denn man kann sich an Hand dieses Beispiels vortrefflich seine Gedanken machen, welche Zauberkräfte wohl die Portugiesen damals befähigt haben, Hochleistungen zu vollbringen, die Welt und vorallem die Herzen von vielen Ungläubigen zu erobern.

Die selben Portugiesen, die heute um europäische Trinkgelder und  europäische Hilfsspenden betteln.
Und in China um Investitionen......

Alles, was in Portugal mit Weltruhm und historischer Bedeutung funktioniert, ....das geschah/geschieht unter diktatorischer Führung:

Christusorden (Seefahrt), Jesuiten (Weltreich) Pombal & Salazar (Wirtschaftswunder & Wissenschaft), Belmiro Azevedo (newcomer- Handels- & Industrieimperium), Opus Dei (Bankerschmiede), Balsemão (Medienkaiser),  Pinto da Costa (Fußballpapst), Mourinho (Fußballtrainer), Figo und Ronaldo (Fußballgötter)...usw.


Posted by Ralf at 1:00 PM BST
Updated: Wednesday, 4 July 2007 2:43 PM BST
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Historische Fotos aus Portugal: Der Beruf des Faekaliensammlers (homen da pipa)
In Portugal herrschten seit Verschwinden der Römer und dann wieder nach ruhmreicher Vertreibung der arabischen Ingenieure unvorstellbar grauenvolle hygienische Zustände.

Nicht in den Häusern der Reichen.....denn diese waren an ewig reichlich sprudelnden Quellen gebaut.

Aber in den Gassen (travessa) der Landbevölkerung....in den engen verschlungenen Nebenstraßen (ruela) der Städte.

So wars im Algarve
 
Der Fäkalienssammler bei der Arbeit 

Carroça da Pipa
(Karren mit dem Faß)
 
Liebevoll Carroça da Caca (Kackekarren) genannt 
 
In Olhão (Algarve) im Einsatz seit ewigen Zeiten
bis 1931 - da wurde ein Kanal gebaut.

Der Fäkalienwagen war bis Ende der 70er Jahre
noch als Müllabfuhr Karren im Einsatz
 
Anmerkung:
Die Hafenstadt Olhão war stets von ungeheurer strategischer Bedeutung.
Wie der Name Olhão (Riesenauge -gemeint ist Grosse Wasserquelle) sagt, war die reich sprudelnde Wasserquelle für die Schiffahrt als Tankstelle ihrer Proviantfässer berühmt.
 
Und das Herstellen von Seife war ein Staatsmonopol und die (billige) Herstellung verboten.

Erst Pombal wird die Herstellung von Seife freigeben, und macht sich einmal mehr bei den Adligen und Monopolinhabern verhaßt.

Einem deutschen Feldherr in englischen Diensten, Graf Lippe, war nämlich während des Siebenjährigen Krieges aufgefallen, dass die portugiesischen Soldaten unerträglich und entsetzlich stanken.......
 
Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. 
 
__________
 
Quelle:
Museu Fotografico de Olhao

Posted by Ralf at 9:41 AM BST
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