Gedanken ueber Sinn und Zweck der Menschlichkeit
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Wednesday, 16 August 2006
Anwaelte verklagen den Lebanon auf Schadensersatz zugunsten Israel
Wie ist die Rechtslage ?

Hat die Regierung des Lebanon seine Aufsichtspflichten verletzt ?
Mit "dolus eventualis" die Hizbollah Aktivitaeten unterstuetzt ?
Haftet der Lebanon folglich fuer saemtliche Schaeden in Israel ?

Wo genau wurden die IDF Soldaten ueberfallen und entfuehrt ?
Trish Schuh: Operation Change of Location

Die Rechtsanwaelte Yehudah Talmon, Yoram Dantziger und Nitzah Libai werden Lebanon vor US Gerichten verklagen.

Gut so !
Moege die Wahrheit ans Tageslicht kommen !

Posted by Ralf at 3:57 PM BST
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Tuesday, 15 August 2006
Wer war der Portugiese Felipe Rodrigues de Castelo Branco, Elija de Montalto ?

Er wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in Castelo de Branco (Portugal) geboren.
Um ihn vor der Inquisition zu schuetzen nannten ihn seine Eltern:
Felipe Rodrigues de Castelo Branco

Portugal´s Zustaende:
Seit 1540 waren die Jesuiten im Land.
Ganz im Sinne seiner streng katholischen Erziehung und von Jesuiten anerzogenem Fremdenhass wagt Koenig Sebastian I. (1554 - 1578) die Eroberung Nordafrikas und erleidet im Jahr 1578 eine katastrophale Niederlage.
Portugal muss an den Sieger der Schlacht von Alcazarquivir Loesegeld und Tribut bezahlen.
Portugal trotz Weltreich ist heillos pleite.

Die Katastrophe betrifft auch die Juden in Portugal:

Manch ein Jude hat nach ueber 100 jaehriger Judenverfolgung und Zwangstaufen seine juedische Herkunft "abgelegt" und fuehrt ein respektiertes Leben, arbeitet in der koeniglichen oder sogar kirchlichen Verwaltung.
Diese denken nicht ans Auswandern.

Viele Juden, gleichfalls katholisch dem Anschein nach, jedoch mit klarem Bewusstsein ihrer Juedischkeit leiden unter der drueckenden Steuerlast und erkennen den drohenden Staatsbankrott.
Viele von diesen denken bereits ans Auswandern, warten allerdings ab.

Wenige Juden, wie alle anderen katholisch zum Schein, empfinden bei aller Gelehrtsamkeit und Reichtum, den sie sich bisher in Portugal erabeiten konnten, eine Unruhe, eine geistige Leere, eine Sehnsucht nach spirituellem Leben, nach einem Leben in persoenlicher Freiheit, als Jude als Mensch.
Einer von ihnen war der Augenarzt Felipe Rodrigues de Castelo Branco.

Als Felipe in Antwerpen eintrifft muss er (vermutlich) feststellen, dass seine Glaubensbrueder in Holland die besondere, naemlich portugiesische Juedischkeit, die sich eben durch die Zwangstaufen und das Zusammenleben mit dem Katholizismus veraendert hat, ablehnen.

Kein Wunder also, dass Felipe gern der Einladung von Grossfuerst Ferdinando I. de Medici  (1549 - 1609) folgte und sich in der Toscana im Freihafen von Livorno niederliess.

Doch auch hier, trotz der toleranten Leggi Livornine ("Gesetze von Livorno") empfand Felipe nicht die spirituelle Erfuellung, eben das Umfeld, um seine Thorastudien erfogreich durchfuehren und leben, erleben und begreifen zu koennen.

Felipe flieht vor dem angepassten Leben heimlich nach Venedig.
Dort zieht er in ein Ghetto, traegt den juedischen Gelben Hut, und nennt sich fortan nicht laenger "Pferdefreund" ("Phil-Hipp") sondern stattdessen "Gottesfreund" ("Philo-teus") und traegt den Namen:
Philoteus Elija de Luna Montalto

Fuerst Ferdinand erschrak !
War ihm doch daran gelegen,  moeglichst viele  Juden in seinem Fuerstentum anzusiedeln.
Und jetzt sowas:
ein namhafter Jude wie Felipe/Philoteus sollte all seine Grosszuegkeit verschmaehen und lieber nach Venedig in ein Ghetto verschwunden sein ?
Das war ihm aber garnicht recht !!

Er schickte einen Boten, um nach ihm zu suchen, zu treffen und auszufragen.
Meinen werten Lesern empfehle ich das Lesen seines Berichtes dringend !

MEDICI ARCIVE PROJECT

Derweil hatte Maria de Medici (1573 - 1642) Koenigin von Frankreich seit dem Tag ihrer Kroenung und tagsdrauf erfolgter Ermordung des Koenigs  Heinrich IV inzwischen Zeit genug und Anlass gehabt, sich mit Sinn und Zweck von Menschlichkeit naeher zu befassen.

Sie war Tochter von Fuerst Ferdinands Vorgaenger und aelterem Bruder, jenem Frauenhelden, jenem Wirrkopf.

Sie erkannte wohl in ihrer Not mit Gott & Vaterland & ihrem Sohn & Richelieu den Wert und Unwert religioeser Erziehung, menschlicher Freiheit, Disziplin und Schaffens mit Muehe, statt Verprassens im religioesen Jubel, Schwaermerei und Kurzsichtigkeit.

Ihr eigener Jammer, ihr Versagen, ihre Einsamkeit und ihre staendigen Migraeneanfaelle liessen sie an jenen wunderbaren, wundersamen Portugiesen denken, der in einem Ghetto in Venedig lebte, der ein hochgeruehmter Arzt war, Kenner der neuartigen Kraeuter aus aller Welt, insbesondere des "Tabakpuders", ein besonderer Ratgeber fuer Lebensfragen, und den sie 1610 zu sich rief.

Ihr eigener Sohn, katholisch verdummt, Koenig Louis XIII. (1601 - 1643), hat 1615 einen Befehl zur Judenvertreibung aus Frankreich erlassen.
Die "eingeschworenen Feinde der christlichen Religion" , wie er es nannte, sollten das Land verlassen.

Als Montalto im Jahr 1616 ploetzlich waehrend einer Reise -in ihrem Gefolge- starb, uebernahm Maria d´Medici liebevoll, so koennte man sagen, die Ueberfuehrung des auf ihre Anordnung hin einbalsamierten Leichnams nach Antwerpen, wo unweit genaugesagt in Ouderkerk im Jahre 1614 Juden erstmals ein Grundstueck hatten kaufen duerfen (heute in Privatbesitz einer nicht oeffentlich bekannten Person)

Das weisse Grabmal in (schlichter) portugiesischer (!) Tradition:

Jakob Izaaksoon van Ruisdael (1628 - 1682) : Portugiesisch Juedischer Friedhof

Maria d´Medici starb im Jahr 1642 in Koeln, verarmt, im Exil, traurig und verlassen, aufgenommen bei ihrem Freund, dem Maler Peter Paul Rubens (1577 - 1640), ihr Herz ist noch immer im Koelner Dom.

Nicht anders war es dem Maler Jakob van Ruisdael ergangen, ein Leben in Suche nach Wahrheit, nach Gott und Gottes Wort, das uns das Leben auf Erden mit unserem Sein in Ewigkeit verbindet und deshalb nicht katholisch sein kann.
Ruisdael wollte seinen Zeitgenossen malen, woran Gott dachte, als Er die Welt erschuf:
Ein Leben in Armut war seiner hehren Muehe Lohn.
Gleich zwei Gemaelde hat Jakob van Ruisdael dem Grabmal von Montalto gewidmet:

Ich meine, aus einem offensichtlichem Grund:


Beth Chaim, so heisst der Friedhof, bedeutet: Haus der Lebenden

Dem habe ich nichts hinzuzufuegen...

 


Posted by Ralf at 3:23 PM BST
Updated: Tuesday, 15 August 2006 6:00 PM BST
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Monday, 14 August 2006
Baeckerin erschlaegt 7 auf einen Streich

Hat es die Welt schon erfahren ?
Am 14. August des Jahres 1385 zog ein feindliches Heer aus Castilien Richtung Lissabon, um dort die Portugiesen  zu besiegen.
Die feindlichen Soldaten kamen auf ihrem Weg ganz in der Naehe von Aljubarrota vorbei, wo bereits das portugiesische Heer  auf sie wartete.

In dieser Gegend hatte Brites de Almeida ihre Backstube.
Sie hatte ein Backstube und buk Brot.

Almeida war ein echtes Mannsweib (port.: Maria Rapaz -Mariajunge) mit einer schier unglaublichen Lebensgeschichte:

Sie stammte aus Faro an der Algarve, ihre Eltern besassen eine Kneipe, und Almeida´s Lieblingsbeschaeftigung war das Raufen und Kloppen.
Mit 20 Jahren starben ihre Eltern und Almeida wusste nicht so recht, was sie in der weitlaeufigen Welt so alles anstellen koennte.

Ein junger Mann, Soldat von Beruf, war wohl betrunken, als er Almeida einen Heiratsantrag machte.
Leider liess er sich darauf ein, mit ihr um ihre Jungfraeulichkeit zu kaempfen.
Almeida schlug in kurz und klein.
Der Aermste erlag seinen Verletzungen und Almeida musste vor der Polizei fluechten.
Sie wollte nach Kastilien (im Norden gelegener Teil des heutigen Spaniens).

Leider wurde das Schiff, auf welchem sie nach Kastilien fliehen wollte von nordafrikanischen Piraten geentert und sie und alle anderen Passagiere als Zwangsarbeiterin nach Argel verkauft.

Ihr und einigen anderen gelang jedoch die Flucht und wieder auf einem Schiff Richtung Heimat landete sie diesmal am schoenen Strand von Ericeira (noerdlich von Lissabon).

Mit kurzgeschnittenem Haar verdingte sie sich als Mann verkleidet -sie wurde ja von der Polizei wegen Totschlags gesucht- als Eselstreiberin.

Bald darauf heiratete sie einen Baeckersburschen und von nun an lebte sie friedlich  und buk Brot.

Als aber heute im Jahr 1583 ganz aus der Naehe ein Schlachtgetoese herueberklang, da konnte Almeida nicht laenger stillsitzen.
Sie lief zum portugiesischen Heer, das in der Unterzahl jede Hilfe gern gebrauchte und gerade dabei war, unter englischer Anweisung, Graeben auszuheben, und Fallen fuer die erwartete Reiterei des Feindes, und an strategischen Stellen gut getarnt original englische Kraehenfuesse ausbrachte, um  Hufe und Fuesse der Feinde zu verwunden.
(Heute noch sind die Englaender fuer ihre Minen bekannt !)

Die Schlacht war ein voller Erfolg fuer die Portugiesen.
Die Feinde und mit ihnen ihr Koenig, der aus Portugal wieder eine Provinz Kastiliens machen wollte -wovon auch der Adel Portugals traeumte, denn die Haendler Lissabons waren ihnen inzwischen zu wohlhabend und vorallem zu frech geworden- also alle die Boesen liefen so schnell sie nur laufen konnten.

Auch Almeida kam erschoepft vom vielen Kaempfen bei sich zu Hause an und was sahen ihre Augen da in der Backstube ?

Sieben Soldaten aus Kastilien hatten sich in ihrer Backstube versteckt ! 

"Ei, wer hat Euch denn eingeladen ?" rief sie vermutlich
"Wartet, ich will es Euch geben !"

Und als sie mit ihrem Brotschieber auf jeden einzelnen draufgeschlagen hatte, da lagen sie tot und streckten die Beine !

Siebene auf einen Streich ! 

Das ist aber kein Maerchen, das hat sich wirklich zugetragen .
Wanderer kommst nach dem Kloster Batalha ("Schlacht") gedenke der Schlacht von Aljubarrota und erinnere Dich an die tapfere Baeckerin Almeida.

Portugiesische Frauen, wenn sie die Wut packt, sind nicht ohne !


Posted by Ralf at 4:18 PM BST
Updated: Tuesday, 15 August 2006 10:06 PM BST
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Sunday, 13 August 2006
Judengesetz in Portugal im Jahr 1583

Am 12. August 1583 erliess Spaniens Koenig Philipp II. (1527 - 1598) fuer Portugal dessen Koenig er im Jahr 1580 geworden war, ein Strafgesetzbuch.

Das Rechtsempfinden von damals nachzulesen ist wirklich lohnend.
Wer mit wem den Beischlaf zu unterlassen hatte, wer Frauenkleider wann und wo nicht tragen durfte, wer ausreisen durfte, und wer nicht, wo der Bauer sein Korn zu verkaufen hatte und wo nicht ....sind heute kuriose Ansichtssachen.

Wenn da nicht auch die Zeugnisse von Fremdenhass und Judenverfolgung waeren: 


Uebersetzung:

Artikel 94:
Von den Mohren und Juden die ohne Zeichen laufen

Die Mohren und Juden, welche in Unseren Reichen mit Unserer Genehmigung laufen, sowohl die freien, wie auch die Zwangsarbeiter, muessen ein Zeichen tragen, damit man sie erkennen kann, so soll man wissen, naemlich die Juden eine Kapuze, oder einen gelben Hut, und die Mohren einen Halbmond aus rotem Stoff, vier Finger breit, angenaeht auf der rechten Schulter auf mantel oder Hemd.

Und derjenige, der das nicht traegt, oder unsichtlich traegt, wird gefangengenommen und zahlt beim ersten mal tausend Reis Kerkerstrafe.
Beim zweiten mal tausend Reis an den Gerichtsvogt, der ihn gefangengenommen hat. Beim dritten wird er enteignet, ob er ein Zwangsarbeiter oder ein Freier ist.

Nachtrag:
Wie im Original zu sehen, hat der Titel eine Fussnote "(1)"
Die Fussnote sagt (uebersetzt):

Diese Gesetzgebung, abgesehen, dass sie heute keine Gueltigkeit mehr hat, fiel im 18. Jahrhundert in Ungebrauch, weil verrucht.
Zur Zeit ihrer Veroeffentlichung hatte sie eine Begruendung, oder Nutzen.

Erklaerung zur Fussnote:
Der Autor Candido Mendes de Almeida hat die Gesetze herausgegeben, offenbar weil sie noch immer Gueltigkeit hatten...im Jahr 1870 in Rio de Janeiro.

Quelle:
 http://www.uc.pt/ihti/proj/filipinas/l5p1245.htm

Man versetze sich nur mal in diese schoene katholische Welt von damals in Portugal, Spanien, und wo noch sonst dieser "gebildete" Herrscher in seiner Abgeschiedenheit und Groessenwahn sein Unwesen trieb und stelle sich vor, man waere Mitmensch aber Jude oder Mohr (Nordafrikaner, Semit)

 


Posted by Ralf at 8:58 PM BST
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Friday, 11 August 2006
Olmert's capitulation
Krieg & Frieden lassen sich gewiss nicht wie einen Lichtschalter bedienen, man knipst ein und dann ist "an", man knipst aus und dann ist er wieder "aus".

Rabbi Lazer Brody´s Urteil klingt hart.
Beim ersten Durchlesen.

Dann fragt man sich, was denn in seiner Analyse unschluessig ist, wo der Denkfehler, der Mangel an Friedenswillen.

Jetzt sofort, hier und heute, mal nuechtern gedacht, mal sine ira et studio:
Mit deutschen Soldaten als Friedensengel mit Schiessbefehl die Grenze sichern ?
Rabbi Lazer vergleicht diese fuerwahrlich skurrile Vorstellung mit einem schwarzen Kater, der auf Buttermilch aufpassen soll.
Haben wir den Verstand, den Glauben verloren ?

Und hat Rabbi Lazer denn nicht etwa vollkommen recht ?
Koennen apeasement papers irgendetwas dauerhaft regeln, sichern, bewirken ?

Olmert´s capitulation

Ein mehrmaliges Durchlesen lohnt.

Posted by Ralf at 10:40 PM BST
Updated: Friday, 11 August 2006 10:48 PM BST
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Thursday, 10 August 2006
Sand in der Logik in Arabien
Blogger Mohammed gibt uns eine Ahnung vom Denken , Fuehlen (und Handeln) der Arabischen Welt.

Mohammed zitiert eine "Satire" , der Autor schreibt:
"der Krieg im Lebanon muss weitergehen, bis Israel im Meer versinkt"

Die "Satire" zuendete wie ein Lauffeuer....

Mohammed´s Blog mi weiteren Quellen:
Iraq the model

Lesenswert auch seine Argumente zu Kosten und Oelexport der US-amerikanischen Besatzung des Irak

Mit "Satiren" kommen eben Wahrheiten ans Tageslicht, die bislang jedermann vollmundig und hoch und heilig leugnen konnte.

Posted by Ralf at 8:48 PM BST
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Wednesday, 9 August 2006
Ein typischer Portugiese mit Liebe gemalt

Mein Bild des Tages (schon wieder von Rosario Andrade)

Das Licht, der Schalk, die Herzlichkeit, das leicht schuechterne Laecheln, das besondere Hemd fuer diesen erfreulichen Moment, die arbeitssamen, starken Haende, der Rest von Ackerboden an den Fingerkuppen, der stolze Hut, Zeichen eines freien Mannes, der Wein, die Flasche, fuer jeden Gast nur Gastfreundschaft, das beijo ("Bussi") , das Francisco gleich seiner Enkelin geben wird......

 Rosario Andrade : Francisco Andrade

Welch eine Liebeserklaerung !

Welch eine einfuehlsame begnadete Malerin, die solche Momente sieht und malen kann !

 http://impressoeseintimidades.blogspot.com/2006/08/minha-galeria_09.html

 


Posted by Ralf at 10:07 PM BST
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Genie Gusmao statt Gebrueder Montgolfier

Bartolomeu Lourenço de Gusmao, der Archimedes Portugals ist der Entdecker des Prinzips des Heissluftballons.
Gusmao war sein Erfinder, nicht die Gebrueder Montgolfier.

Gusmao hat eine Wasserpumpe fuer eine Priesterschule in Salvador entwickelt, um Wasser aus dem Fluss Paraguaçu hochzupumpen.
Vermutlich einen "Hydraulischen Widder"
Gusmao war sein Erfinder, nicht Joseph Michel Montgolfier.

Nebenbei hat Gusmao eine automatische Lenzpumpe fuer Bilgenwasser erfunden, was auch keiner weiss und niemanden zu interesieren scheint.
Eine sog. Venturipumpe ? Ich weiss es selber nicht !

Erwaehnen moechte ich noch Gusmaos Forschungen ueber die Lichtbrechung, den Einsatz von Linsen.
Gusmao war tatsaechlich ein Genie wie Archimedes !

Seine Erfindungen wurden vom damaligen Koenig Portugals, Joao V., als witzige Belustigung beklatscht, von einigen portugieischen Adligen als abwechslungsreicher Zeitvertreib gefoerdert, von juedischen Menschen mit Hochachtung und Respekt anerkannt, und von der Inquisition als "Teufelswerk" verurteilt und verboten.

Gusmao musste selbst bekennen, dass alles nur schwarze Magie war, er selbst ein "Genosse des Teufels" ("socio do diabo"), alles um sein Leben zu retten, um nach Spanien zu fliehen.

Seine Aufzeichnungen und Studien hat er seinem Bruder Alexandre de Gusmao anvertraut.
Alexandre war Privatsekretaer des Koenigs, als er Botschafter Portugals in Paris wurde, nahm er die Studien mit.
So kamen Gusmaos Kenntnisse ueber einen gewissen Sr. Jose de Barros in die Familie der unternehmungslustigen Papierfabrikanten Montgolfier.
Das Prinzip "Heissluft" haben die zwar nicht begriffen und den "Qualm" als Hebewerkzeug betrachtet, aber das stoert ja auch nicht weiter beim Abschreiben.

Nach Spanien vor der katholischen Meute Portugals geflohen, in Toldedo versteckt, starb Gusmao -ohne fuer mich erkennbare Ursache !
Er wurde nur 39 Jahre alt.

Wer kennt heute Gusmao ?
Niemand !
Die Inquisition hat ganze Arbeit geleistet.

Bartolomeu Lourenco de Gusmao (1685 - 1729) war Portugiese - und war als Sohn eines Ober-Wundarztes namens Lourenço und seiner Frau namens Alvares in Brasilien, als es noch eine Provinz Portugals war, in Vila dos Santos ("Heiligendorf") im Staat Sao Paulo geboren.
Den Namen Gusmao legte er sich erst zu, als er Jesuit wurde und zu Ehre eines damaligen Jesuitenpaters.
(Normalerweise kombinieren Portugiesen ihren Familiennamen aus den Familien-Namen beider Elternteile)

Gemaelde von Benedito Calixto (1853 - 1927)

Typisch Kirche, typisch Portugal:
Ein junger begabter Mann, wenn er nachweislich seit 5 Generationen kein Jude ist, wird von den Jesuiten vereinnahmt, seiner Familie entrissen, mit neuer Identitaet versehen, entmannt, geknickt fuer die Partikularinteressen des Papstes und seiner Weltpolitik.

Wer juedisches Blut hat gilt als unbrauchbar bei Jesuiten.
Ein Jude laesst sich nicht von Heiligkeiten unterdruecken.
Ein Jude will Mensch sein, will leben und Leben schenken, und ohne Ehefrau ist ein Jude undenkbar.

In Portugal sind Wissenschaftler eine blosse Kuriositaet, erwuenscht solang sie unschaedliche Zierde sind, unerwuenscht, wenn sie Neuerungen fordern.
Solche Wissenschaftler, solche Arbeiter, mussten seit jeher Portugal verlassen und ihr Heil in anderen -zumeist calvinistisch gepraegten- Laendern suchen.

Gusmao hatte in Portugal zunaechst Erfolg:

Koenig Joao V. (1689 - 1750) war muetterlicherseits ein gemuetlicher Pfaelzer mit einer besonderen Vorliebe fuer jungfraeuliche Nonnenschwestern, die er reihenweise zu entjungfern pflegte.
An Nachkommen hat es ihm auch nicht gefehlt.
Seine Ehefrau Maria-Anne stammte aus Linz, war eine waschechte Oesterreicherin, und deshalb gab´s in Portugal erstmals Opernmusik und Musiker wie den beruehmten Domenico Scarlatti (1685 - 1757) in koeniglichen Diensten als Kapellmeister und Klavierlehrer der Koenigskinder.

Wo er nur konnte, gab Johann (Joao) alles Geld fuer Kloester, Kirchen und Palaeste aus und wann immer er konnte, hoerte er schoene Italo-Musik.
Das Volk liebte ihn als der "Grosszuegige", der "Sonnenkoenig Portugals".
Der Papst liebte seine Verschwendungssucht ebenso und titulierte ihn "Aller Treueste Majestaet"

Diesen Koenig bat Gusmao eines Tages im April 1709 um die Genehmigung, ein "Instrument um durch die Luefte zu gehen" ("instrumento de andar pelo ar") zu erbauen, was ihm sogleich bewilligt wurde, nicht zuletzt wohl, weil Gusmao den Einsatz zu militaerischen Zwecken hervorzuheben verstand.
Einige Grafen Portugals foerderten Gusmaos Werkstaetten und Versuchsreihen, wohl auch um kriegs-technisch up-to-date zu bleiben.

Gusmao sprach Latein, Franzoesich, Italienisch, alt-Griechisch und Hebraeisch, konnte ganze Bibeltexte auswendig aufsagen, galt als begnadeter Prediger und so wundert es nicht, dass Koenig Joao diesem Mann eine feste Anstellung gab.

Gusmaos Suche nach einem Fahrzeug "Leichter als Luft" war gewiss von Jesuitenpater (!) Francesco Lama di Terzi (1631 - 1687) und seiner logischen Idee, mit luftleeren Kupferkugeln ein Boot in die Luefte zu heben, beeinflusst:

"Technisch unmoeglich" wie Leibniz beweisen wird.

Es hat nicht lange gedauert, da war Gusmao mit den Vorbereitungen fertig.
Mit viel Draht und mit einer Huelle aus Papier hatte Gusmao das erste funktionierende kuenstliche Flugobjekt der Menschheitsgeschichte gebaut.

Ordnungshalber sei daran erinnert, dass schon Marco Polo aus China von "Drachen" berichtet hatte.
Feldherren in China, wie Han Hsin, hatten schon Drachen verwendet, um genaue Laengenberechnungen (in belagterte Festungen) anzustellen.
Vermutlich konnte Gusmao aus Berichten jesuitischer Missionare erfahren, wie man feines Papier herstellt, wie man es verleimt und wie befestigt.


In Lissabon, dort wo heute der portugieische Praesident seinen Arbeitsplatz hat, im Empfangssaal fuer Botschafter, hat Gusmao vor erlauchtem Publikum seinen Heissluftballon vorgefuehrt.

Unter den Anwesenden befand sich auch der apostolische Nuntius, Titularerzbischof Michelangelo dei Conti (1655 - 1724), damit meine werten Leser nicht in Verlegenheit kommen:
Solche Menschen redet man mit : "Hochwuerdigste Exzellenz" an !!
Und dieser Conti wurde bald Papst Innozenz XIII. !

Alle Versammelten staunten nicht schlecht am 8.8.1709 .
Ein paar Zofen nur gerieten in Panik....

Gemaelde von Bernardino de Sousa Perreira

Es soll auch einen Grossballon gegeben haben, in Vogelgestalt, dieses Gefaehrt ging in die Luftfahrtgeschichte als der Grossvogel, port.: "Passarola", ein.


Man sieht deutlich die Vorgehensweise der Inquisition und der katholischen Intrigen, gewiss auch von Seiten der Jesuiten, wie man durch Uebertreibung ins absurd Phantastische die Glaubwuerdigkeit der Entdeckungen des Portugiesen ins Laecherliche zog.
Gusmao hatte wohl irgendwann mit den Papstbefehlen, dem Credo, und allem Eigennutz der Jesuiten nichts mehr am Hut !
Gusmao war unkontrollierbar geworden !

Angenehmer und wertvoller empfand er die Gespraeche mit juedischen Gelehrten, zu welchen er offenmuetig Freundschaft pflegte.

Seine Menschlichkeit wurde Batolomeu Gusmao letztendlich zum Verhaengnis !

Unter falschem Namen floh Gusmao nach Spanien.
In einem Armeleute Hospital zu Toledo verstarb er.
Seine Aufzeichnungen brachte sein Bruder Alexandre nach Frankreich.....

Alexandre de Gusmão  ist uebrigens fuer die heutige Groesse Brasiliens verantwortlich, die seine Diplomatie beim Papst bewerkstelligte -gegen spanische Rechtsansprueche aus dem Vertrag TORDESILLAS.
Wichtiger Beweis seines Charakters ist seine Anklage gegen die Kirchenleute, dass reiche Novizen/Moenche anders behandelt wurden als solche aus armen Familien.....

Gibt es eine Lehre, die wir heute aus seinem Leben zu Wohl der Menschheit im allgemeinen und unserer Nachkomen im besonderen ziehen koennen ?

Es gibt sie !
Der Name und die Begriffe sind:
Viktor Schauberger, der Kreisel und das Magnetfeld !
Kann sein, dass alles grober Unsinn ist .....
Aber einfach nicht darueber reden ?
Genau so wie niemand weiss wer Bartolomeu Gusmao war, wie er dachte, fragte und wie und vorallem welche Antworten er fand ?

So wie Portugiesen damals (und viele von uns heute) kann man Gott bei Seiner Arbeit jedenfalls nicht helfen !


Posted by Ralf at 11:11 AM BST
Updated: Thursday, 10 August 2006 9:05 PM BST
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Monday, 7 August 2006
Tishmor al atzmecha !

Rona Wronker sagt:

"We are proud to serve"


Ich moechte Rona antworten:

"tishmor al atzmecha "

(Passt bitte gut auf Euch auf !)

Rona´s Fotos:
http://www.flickr.com/photos/64335905@N00


Posted by Ralf at 10:44 PM BST
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Sunday, 6 August 2006
Menschliche Tragik & schwarzer Sonntag in Israel
Waehrend weitere Schreckensnachrichten , diesmal aus Kiryat Shmoneh, eintreffen werden einzelne Schicksale der Betroffenen oft ohne Mitempfinden/Nachempfinden am Rande bemerkt.

Mann stelle sich vor, man waere einer von ihnen:
(einkopiert von tachles.ch)

Der nun bereits 25 Tage andauernde Krieg zwischen Israel und der Hizbollahmiliz produzierte neben den eigentlichen Kampfhandlungen auch viel menschliche Tragik, das den Weg in die Schlagzeilen aber nur selten findet. Hier einige Beispiele: Organe der am letzten Donnerstag bei einem Raketenangriff in Akko ums Leben gekommenen Brüder Arie und Tiran Tamam wurden vier Personen im Norden des Landes verpflanzt. Dabei wollte das Schicksal es, dass in Safed das Haus des Empfängers einer Hornhaut einen Volltreffer erhielt, während der Patient, der nun wieder sehen kann, noch im Operationssaal lag. – Motti Avraham, der Besitzer eines Minimarktes in der von Katyushaangriffen besonders hart getroffenen Stadt Kiryat Shmoneh war nicht schlecht erstaunt, als zwei ältere Herren sein Geschäft betraten und sich erkundigten, ob Leute, die bei ihm auf Kredit kaufen, Mühe bekundeten, ihre Schulden zu bezahlen. Motti legte ihnen die Liste der säumigen Kunden vor – in erster Linie allein erziehende und geschiedene Mütter, sowie Witwen -, die Summen wurden zusammen gezählt und einer der beiden Besucher zog ein Bündel Banknoten aus der Tasche. Mit einem Federstrich waren die Schulden getilgt, und bevor Motti sich nach den Namen der zwei anonymen Engel erkundigen konnte, waren die Beiden wieder verschwunden. Der Ladenbesitzer weiss einzig, dass die Wohltäter aus Jerusalem kamen. – Im Beduinendorf Arab el-Aramshe im Norden sassen die Mutter Fadia Juma (60) und ihre Tochter Sultana (31) auf der Veranda ihres Hauses zusammen und unterhielten sich mit der jüngeren Tochter Samira (25) über die Vorbereitungen für deren Hochzeit, die in einigen Monaten hätte statt finden sollen. Eine Rakete, die im Garten einschlug, tötete die Drei auf der Stelle. Vater Ali blieb am Leben, weil er sich in die Küche begeben hatte, um Getränke zu holen. (JU)

Posted by Ralf at 11:42 AM BST
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